placeless
· 4 Min

Wovon leben als Bloggerin?

Den Reisedämon hab ich schon zugegeben. Bei meinen vielen Wohnorten, auf verschiedenen Kontinenten, auch gar nicht so verwunderlich.

Den Reisedämon hab ich schon zugegeben. Bei meinen vielen Wohnorten, auf verschiedenen Kontinenten, auch gar nicht so verwunderlich.

Denn es ist mehr als nur das Reisen was mich bewegt. Neue Orte, neue Menschen, neue Circle, neue Lebensqualität. Aber du hast auch recht, wenn du jetzt denkst: zwischen “es zugeben” und “eine Website haben, mit der man Geld verdient” liegt eine Lücke. Die will ich heute mal füllen, denn das ist vielleicht auch einer der spannendsten Teile.

ALSO: Reisedämon zugegeben, ja. Aber davon leben? Das ist ein anderes Kapitel. Teil 4 meiner Reihe “New Work after dark - Raw Edition”

Der Fehlschluss

Ich dachte, “Bloggen” wäre der Weg. Spoiler: War es nicht.

Ich hab gefühlt tausende Blogs gelesen, habe gesehen wir unendlich viele Kommentare unter den Beiträgen standen, habe echte Bewunderung verspürt, für das ERLEBEN UND DIE DOKUMENTATION, die diese Blogger:innen so nachhaltig lebten.

Dadurch, dass ich bereits in meinem stillen Kämmerlein gestartet hab, hatte ich schon einiges an Content. Ich musste meine Seite nur noch auf “Indexieren” setzen und Google wusste (damals), dass meine Webseite nicht neu war, erkannte mein Topic und es war nicht so schwierig auf Seite 25 statt auf Seite 125 bei Google zu erscheinen.

Planung & Ehrgeiz gewinnt (in Kombi mit Bock)

Hatte aber damals schon den gleichen Ehrgeiz wie heute. Also machte ich mir einen Plan 🤓 Über 1 Monat schrieb ich jeden Tag mindestens 3 Blogs, Magazine, Zeitschriften, Webseiten an, um von mir und meiner Reise und meinem Vorhaben zu erzählen. Das ganze verfolgte ich in meiner Excel Liste. Und natürlich war ich vielen egal. Einige fanden aber meine Reise auch spannend, nutzten die Gelegenheit für kostenfreien Content, den ich bereitstellte und alle setzen einen Link zu meinem “Placeless”. Ich bekam Backlinks - und Sichtbarkeit. 🤓

Es entwickelte sich weiter, ich verbündete mich mit anderen Blogger:innen und mein kleiner Blog wuchs. Irgendwann wurde ich mutiger und sprach auch größere Webseiten an, wie Lonely Planet, Hostelworld und Co. Es ergaben sich einige Kooperationen und ich war minblown als ich rausfand, dass ich für Gastartikel mehrere hundert Euro bekommen konnte. Ich schrieb ja einfach nur einen Text und das machte mir auch noch Spaß und ich konnte währenddessen reisen.

Je größer mein Blog wurde, umso höher wurden die Beträge, die ich dafür bekam.

Wenn du als Backpackerin in Asien unterwegs bist, dann lebst du von 1000 Euro im Monat schon gut. Ich fand zudem raus, dass ich nebenbei noch Ghostwriting machen konnte und sicherte mir so als Texterin in verschiedensten Bereichen zusätzliches Einkommen. Dafür gab es zwar weniger Geld, aber es war sicher, einfach und ein super zweites Standbein.

NOMADWEEK: There are no strangers, only friends you haven’t met.

Us & amazing people #1 Nomadweek in Portugal (memories)

Die Nomadweek ist entstanden, weil ich Daniel & Olli kurz vor meinem Weltreisestart digital kennenlernte. Wir sprachen viel, stellten fest was in der digitalen Welt fehlte (für uns) und gründeten kurzerhand selbst. Unser Baby: Die Nomadweek. Die ersten beiden waren direkt ausverkauft. Und es hat so so so Bock gemacht. Verbindung gewinnt einfach. Immer.

War schon früher so und wird sich auch nie ändern. Behaupte ich.

SOLD OUT. TWICE.

Corona hat vielen Businesses einen kleinen Tritt gegeben, auch unserem. Aber vielleicht war die Zeit für uns dann ohnehin reif, etwas neues zu machen.

Ich wollte mit 35 ohnehin kein Business mehr, dass Social Media abhängig ist.. :)

Offtopic: Daniel bloggt übrigens immernoch, schreibt großartige Beiträge und Reiseführer! Ich lese seinen Blog immernoch super gern:

Confused

Beim Schreiben merke ich, wie viele Themen ich gerne parallel teilen und aufrollen will. Das Leben hat so viele großartige Facetten und alles davon ist erzählenswert.

Ich mach dann beim nächsten Mal weiter ;)

Aber erstmal noch meine Linkedin Learnings:

  1. Sichtbarkeit kam vor Geld. Nicht ich hab Reichweite gekauft, ich hab sie mir durch kostenlosen Content bei anderen erarbeitet. Backlinks und Sichtbarkeit waren die Währung, bevor Geld überhaupt im Spiel war. Remember if you build something new!

  2. Ein zweites Standbein schlägt ein großes. Ghostwriting hat weniger gebracht als die Blog-Kooperationen. Aber es war sicher, einfach, und stabil während der Rest schwankte.

  3. Verbindung gewinnt immer. Die Nomadweek ist nicht aus einem Plan entstanden, sondern aus dem Treffen mit zwei Menschen, die ich kurz vor dem Losfliegen digital kennengelernt hab. Das Baby einer zufälligen Verbindung – zweimal ausverkauft. You never know ;)


Teil 1 war übrigens der hier:

Und falls du andere Blogs kennst, die wir unbedingt lesen sollten -> voll gern in die Kommentare. Freue ich mich drauf!


Zuerst erschienen in meinem LinkedIn-Newsletter #newworkafterdark.

WeiterlesenDen Job, den ich liebte & das Geheimnis daneben

Der Brief

Es gibt keinen Rhythmus. Es gibt nur Momente, in denen ich es teilen möchte und gleichzeitig niemandem erzählen will. Dann bekommst du Post.

Du bekommst gleich eine Mail mit einem Link. Ungeklickt passiert nichts, so will es das Gesetz und — ehrlich gesagt — auch ich. Selbstbestimmung brauchen wir uns nicht zu verdienen.