Den Job, den ich liebte & das Geheimnis daneben
Bevor ich in Neuseeland in einer Hütte saß und mit mir selbst rang..
Bevor ich in Neuseeland in einer Hütte saß und mit mir selbst rang..
Neuseeland & Meine Stops
… da gab’s zwei Jahre, von denen niemand wusste. 2013. Ich hatte einen Job, der mir Spaß gemacht hat. Einen Freund, den ich liebte. 40 freie Tage im Jahr. Alles lief. Und nebenbei, heimlich, ganz ohne dass es irgendwer wissen sollte: eine kleine Website, die ich Placeless nannte. 🗝️
Ich hab mich vor den eigenen Texten fast versteckt. Aus Angst, jemand könnte lesen, wie unzufrieden ich trotz allem war. Wie undankbar. 🤫🕵️♀️
Damals war das wild. Ein Online Business? Alle reden davon, aber wie geht das?
Dieses echte Leben: Peter Pan hat es echt gut
Es ist das Jahr 2013. Ich habe einen Job der mir Spaß macht, ich habe seit langem einen Freund, den ich liebe und ich habe 40 freie Tage im Jahr. Mein Studium habe ich erfolgreich abgeschlossen, es kann also losgehen. Dieses richtige Leben von dem alle Erwachsenen immer sprechen. Ich bin aufgeregt und gespannt, wie es mir gefallen wird, das alles. Noch stehe ich ja am Anfang. Die Zeit fliegt, meine Aufgaben im Büro werden erweitert, mein Gehalt wird regelmäßig angepasst und alles läuft. Es geht immer weiter. Alle sind stolz auf mich.
Auf einmal ist das Jahr 2015.🎒🧳✈️🌀
Hin und her. Her und hin. In meinem Kopf herrscht Chaos und davon ganz schön viel. Ich bin immer noch angestellt. Seit 2014 betreibe ich ganz heimlich Placeless.de (*aktuell hab ich die Seite stillgelegt). Einfach so, für mich, zum Spaß und ganz ohne jemandem davon zu erzählen. Bei Google Analytics kann ich sehen, dass sich ab und zu trotzdem ein paar einzelne Leser dorthin verirren. Ich habe Angst, dass jemand meine Texte liest.
Alle müssen mich doch für verrückt halten:
Unzufrieden trotz meines tollen Lebens. Ich habe es immer Reisedämon genannt und ich wusste es vielleicht schon damals, hatte aber Angst es zuzugeben. Dieses Standardleben, das ist nix für mich und ich bin reisesüchtig. Eine Alternative musste her. Es traf sich ganz gut, dass ich nahezu jede freie Minuten auf Seiten der Digitalen Nomaden verbracht habe. Ich fand dieses Phänomen grandios. Online Arbeiten, total ortsunabhängig. Ich las die 4 Stunden Woche, ich studierte das was Connie mit planetbackpack so machte, ich kaufte mir Karten für DNX (und war am Ende nie da) und verschlang alles an Blogs, was ich so finden konnte.
Der Anfang meines Online Business
Alle Urlaubstage zusammenkratzen und drei Wochen auf die Philippinen mit einem meiner engsten Freunde. Ich kam wieder und kündigte meinen Job und Placeless.de bekam den ersten Relaunch. Die Freiheit auf den Philippinen, das Backpacken, die Gespräche mit Lieblingsmenschen auf und nach der Reise, es musste sich etwas ändern. Auf den Philippinen las ich ein kleines, dünnes Buch und als ich zurückkam, war es voller Notizen und ich voller Motivation: Handbuch für ortsunabhängiges Arbeiten:** Kündige deinen Job und starte ein Freiheits-Business von Tim Chimoy , einem erfolgreichen digitalen Nomaden. Danach war eines klar. Ich werde online arbeiten. 2015.
Online Arbeiten, aber was?
Als erstes: Bestandsaufnahme. Was ist an Fähigkeiten da? Welche Interessen hab ich? Was macht mir Spaß, was mache ich in meiner Freizeit, was begleitet mich durch mein Leben? Denn was ich auf keinen Fall wollte, wieder etwas machen, was eigentlich nicht meins ist. Mein Blog hat mir immer super viel Spaß gemacht und bereits nach dem Relaunch im Januar 2016 gingen die Leser zahlen hoch. Im März hatte ich schon 600 Leser im Monat und war total überrascht und beeindruckt.
Bloggen? Texten? VA?
Im Gegensatz zu anderen Bloggern, ist das „den eigenen Blog schreiben“ für mich nicht das was ich als „das macht mir am allermeisten Spaß“ bezeichne. Bloggen kommt aber voller Liebe und Hingabe auf meinen Platz 2. Und was macht das Rennen? Texten & Virtuelle Assistenz (VA)? Ich liebe es, Texte zu neuen Themen zu schreiben, ich liebe es Präsentationen zu erstellen, ich liebe es, Themen zu recherchieren und nicht „nur“ von meinen Reisen und dem drum herum zu berichten. Ich liebe es die Blogs von anderen zu Recherchieren (natürlich habe ich außer sonahundsofern noch ein, zwei andere Lieblingsblogs). Aber ich mag es nicht, den Druck zu haben meinen eigenen Blog zu bespielen. Denn das ist mein Baby und das soll auch so bleiben, es soll niemals etwas aus Zugzwang auf Placeless erscheinen. Virtuelle Assistenz und Texten. Ein Traum. Mein Traum. Und wenn es nicht funktioniert? Dann gibt es immernoch Seiten, auf denen man Aufträge online erledigen kann, ohne selber Kunden akquirieren zu müssen. Aber ich wollte es selbst schaffen. Mit eigenen Kunden, einer eigenen Website und meinen eigenen Dienstleistungen. Nachhaltige Arbeit, kein schnelles Geld. Aktives Einkommen, kein passives. Einkommen. Das ist mein Plan. Placeless als Hobby und als Job.
Dann war es so weit. Meine Dienstleistungen stehen. Seit 01.06.2016 war ich offiziell nicht mehr angestellt und am 04.07.2016 startete ich von Düsseldorf nach Auckland.
Der Beginn meiner Weltreise.
Da habe ich auch verstanden, dass Menschen am besten mutig sein können, wenn sie erfahren, was bei anderen Menschen so los ist: Inspiration. Und habe angefangen das Wort zu spreaden. Wie heute hier auf Linkedin, nur damals in einem anderen Context.
LinkedIn Learning: Hör auf deinen Bauch und sieh zu, dass es dir gut geht. Mit Online Business oder ohne. Denen Weg findest du, ob du willst oder nicht. Und rückblickend ist es spannend und war für mich null vorhersehbar, wie mein Weg weiteregehen würde..
Aber klar ist, du hast nur ein Leben und das sollte dir gefallen und Spaß machen!
Teil 1 war übrigens der hier:
Und Teil 2 hier:
Zuerst erschienen in meinem LinkedIn-Newsletter #newworkafterdark.