placeless
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2023 - kein Jahresrückblick.

Es ist 2023. Ich habe weder einen echten Jahresrückblick gemacht, noch meine Trello Liste mit Zielen updated, ich habe (noch) kein Wunschglas aufgestellt und ich habe auch weder den Brief an mein

Es ist 2023. Ich habe weder einen echten Jahresrückblick gemacht, noch meine Trello Liste mit Zielen updated, ich habe (noch) kein Wunschglas aufgestellt und ich habe auch weder den Brief an mein Zukunfts-Ich geschrieben, noch habe ich mir die wichtigste Frage beantwortet: Was möchte ich nicht mit ins neue Jahr nehmen? Und jetzt hab ich „es“ also einfach mitgenommen, weil ich nix beantwortet hab. Shame! Ich könnte sagen ich hatte keine Zeit, das Baby hat geschrien, ich hatte Kopfweh. Die Wahrheit ist, ich habe es einfach nicht priorisiert. Mir waren andere Dinge wichtiger als die Vergangenheit nochmal durchzugehen in diesen Tagen. Zum Beispiel abends gemeinsam ein Glas Wein zu trinken statt die Zeit „sinnvoll“ zu nutzen in der mein kleiner Sohn schläft. Sonst wird im Alltag jede Minute ausgenutzt, in der ich die Möglichkeit habe etwas zu erledigen: ‍♀️ Squats beim Zähneputzen ‍ Mehrwert-Podcast oder Blinks beim Kochen auf dem Weg zu xy Telefonate erledigen Nägel lackieren während die Nudeln kochen ‍ Login in private Social Media Channel + parallel letztendlich trotzdem die Kundenaccounts checken Strategien für Kunden/AG beim Duschen durchdenken Beim Einkaufen Brands „analysieren“ statt die Einkaufsliste abzuarbeiten Nach Feierabend Netflix schauen und “nur kurz” Arbeitsmails checken ➡ Ich könnte weitermachen, aber ich denke der Punkt ist klar In der freien Zeit um den #Jahreswechsel herum war dann zum ersten Mal seit langer, langer Zeit alles anderes: Nur Backgammon spielen, nur am See spazieren, nur über unwichtige Dinge reden. Ohne Vorsatz, es hat sich plötzlich ergeben, es hat sich gut angefühlt. Es war schön. Ich hatte kein schlechtes Gewissen, ungewohnt. Dabei ist es 2023, ich arbeite seit so vielen Jahren remote, bin #newwork Themen Junkie, bin Yogalehrerin und ertappe mich trotzdem dabei, dass ich da echt spät dran bin, mit dem #loslassen. Und es tat so gut. Vielleicht ist das gerade eine kleine Beichte an mein effizientes Ich (bitte verzeih mir, du wirst immer einen Platz in meinem Leben haben). Und während ich das runterschreibe wird mir bewusst, was ich nicht mit ins neue Jahr nehmen möchte: Effizienz um jeden Preis. Also packe ich die „Effizienz um jeden Preis“ jetzt in ein Stück übergebliebenes Geschenkpapier von Weihnachten und werfe es rückwärts zurück in 2022. Kennt das noch jemand? Balanceakt der Effizienz? Noch spannender, werft ihr was rückwärts ins Jahr 2022 oder habt ihr schon?

WeiterlesenDigitalität vs. Digitalisierung

Der Brief

Es gibt keinen Rhythmus. Es gibt nur Momente, in denen ich es teilen möchte und gleichzeitig niemandem erzählen will. Dann bekommst du Post.

Du bekommst gleich eine Mail mit einem Link. Ungeklickt passiert nichts, so will es das Gesetz und — ehrlich gesagt — auch ich. Selbstbestimmung brauchen wir uns nicht zu verdienen.