Wie ich rausfand was ich wirklich will. Du kannst es auch!
Du bist gerade dabei, wie ich meine Gedanken sortiere und zu (elektronischem) Papier bringe. Bisher war das alles nur in meinem Kopf.
Ich habe entschieden es zu teilen. Was ich wirklich will.
Mit Dir. Mit Euch. ich weiß, dass es da draußen noch mehr Menschen gibt, denen es so geht wie mir. Und ich finde es okay. Und ich freue mich darüber. Und ich möchte wissen, wie gehst Du damit um? Was hast Du getan, damit Du glücklich wirst?
Was ist eigentlich die Motivation eine Weltreise zu machen? Warum ist das “Das eine Ziel” der Generation, die individuell, weltoffen und neugierig ist? Warum ist es ein tief verwurzelter Wunsch, den nur wenige umsetzen?
Ja man, ich will eine fucking Weltreise machen.
Ich hab da so unglaublich Bock drauf. Und das nicht erst seit gestern. Warum ich es bisher noch nicht gemacht habe? Ganz einfache Kiste.
Ich habe schön fleißig meinen Bachelor in Regelstudienzeit gemacht, danach bin ich noch kurz für ein Semester nach Erfurt gegangen, um in einen Masterstudiengang reinzuschnuppern, der mir letztendlich nicht gefiel. Ich war das erste mal mutig und habe die Uni gewechselt. Dann aber habe ich den Master in Regelstudienzeit (ja, bravo) in Bochum gemacht. Brav, Laura. hast Du gut gemacht. Nach dem Master? Jaaaa, da wollte ich unbedingt für 3 Monate nach Sri Lanka. War ich da? Nein. Wusste ich was ich wirklich will? Nein.
Warum nicht? Weil ich mich natürlich wie es sich gehört (und ich dachte es muss so sein und macht glücklich) für Jobs beworben habe. Und natürlich bekam ich auch einen. Und war ich glücklich? Ja, sehr. Sogar so sehr, dass ich noch in der Probezeit nach 3 Monaten den Job in der Agentur als Projektleiterin kündigte.
Aber natürlich nicht um zu Reisen, das wäre ja verrückt gewesen. Ich war schließlich Uni- Absolventin und nachdem ich schon gekündigt hatte, konnte ich ja schließlich meinen Lebenslauf nicht noch mehr zerstören. Was sollen denn die Leute denken? ;-) Also mit Kontakten gesprochen und zurück in die Firma, in der ich während meines Studiums schon gearbeitet hatte. Dort hatte ich mich schließlich total wohl gefühlt. Meine Abteilung war super, wie eine zweite Familie. Und da sitze ich nun, seit über zwei Jahren, mit wundervollen Menschen und bin nicht glücklich. Ich bin einfach nicht glücklich. Ein gutes Einkommen, eine entspannte 35 Stunden Woche und kaum Überstunden, ein annehmbares Arbeitspensum.
Wie kann man denn da nicht glücklich sein? fragt das Umfeld.
Ich weiß es auch nicht. sagt Laura (denkt aber was anderes).
Ich weiß es aber. schreit der Reisedämon.
Und eigentlich weiß es nicht nur der Reisedämon. Laura weiß es doch auch. In ihrem tiefsten Inneren. Ich habe lange danach gesucht, war lange unglücklich, habe geheult wie ein Schloßhund und habe es heute rausgefunden. Genau heute. Ja, ich habe auch heute geheult. Ja, na und? “Du Mädchen”, schreit der Reisedämon. “Mädchen, aber auch einfach nur ein stinknormaler Mensch”, antworte ich.
Aber du musst doch erwachsen werden und in die Rentenkasse einzahlen. Ja Lieblingsmensch, ich weiß. Ich weiß, dass Du nur mein bestes willst und ich liebe Dich dafür, aber ich bin mit diesem “Erwachsenen- Gesellschaftsding- Leben” einfach (noch) nicht glücklich. Und es stimmt, ich habe ständig neue Ideen. Ich wollte schon immer Stewardess werden. Ob ich das wirklich will? Ich wollte es immer, weil es meinem Traum vom Reisen und zugleich dem “normalen” Leben einfach am Nächsten kommt. Ob ich es machen würde, wenn ich genommen werde? Frag mich was einfacheres. Und ja, ich habe mich für einen Saisonjob auf den Philippinen beworben und es schließlich doch nicht gemacht, sondern nur eine dreiwöchige Reise dorthin gebucht (bald geht es endlich los, jipiiiieee).
Aber dafür weiß ich seit über einiger zeit was ich definitiv nicht will.
Ich will nicht bis ich 30 bin im Büro sitzen, für andere Arbeiten. Ich will nicht jeden Tag in das gleiche Büro fahren.
Ich weiß auch was ich wirklich will, weiß nur noch nicht wie ich es am geschicktesten umsetze.
Ich will die Welt bereisen, ich will mich persönlich weiterentwickeln und ich will rausfinden, was mir mittel- und langfristig gut tun könnte. So wie es jetzt beruflich ist, tut es mir einfach nicht gut. Aber vielleicht wird es sich irgendwann ändern. Vielleicht fehlt mir ein Stück Reife. Vielleicht muss ich meinen Weg zum Bürojob einfach noch finden und bodenständiger werden. Aber vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall nicht jetzt.
Ich weiß, dass ich mir genau jetzt Zeit für mich nehmen muss. Zeit für meine Seele, Zeit für meine Wünsche, Zeit für meine Persönlichkeit. Zeit für mein eigenes Glück.
Die zwei Fernweh- Menschen von gehmalreisen haben mich übrigens sehr inspiriert und mir auf meiner Gedankenreise immer neue Denkanstöße gegeben, vor allem mit dem Artikel zur Woche der Kündigung. Ich sag es einfach mal so frei raus. ich habe jetzt ja nichts mehr zuverlieren (aber dazu in einem anderen Artikel). Vielleicht ist auch was für Dich dabei. Anstöße, Gedanken & Inspiration. Natürlich gab es auch viele andere Blogs (einige davon findest Du in meiner Blogroll), die ich regelmäßig lese und die anders leben, als die Gesellschaft (ich erwähne das hier immer so negativ, aber es ist nicht negativ, sondern einfach anders) es eigentlich wünscht und liebt.
Mein Lieblingssatz aus einem Artikel der beiden mutigen:“Nur weil die Mehrheit so denkt, heißt es nicht, dass es das Richtige für jeden ist.”
Scheiße, das ist so verdammt wahr.
Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn ich mein Leben umkrempel?
Leben umkrempeln, was soll das heißen?
Für mich heißt das in erster Linie, mich von meinem Job zu lösen. Das Schlimmste wäre, dass ich nie in meinem Leben wieder irgendwie Geld verdienen würde. Wie wahrscheinlich ist das? Jap, danke. Antwort kann ich mir sparen.
Das war es auch schon. Meine Familie und meine Lieblingsmenschen werden mich immer lieben, auch mit umgekrempeltem Leben. Geld ist also das einzige, was uns immer wieder von Herzensdingen abhält. Und natürlich das was mit dem Geld verbunden ist. Sicherheit, Karriere, Zukunftsplanung. Aber kann man nur mit Bürojob seine Zukunft planen? Nein. Und kann man nur einen sicheren Job haben, wenn man nicht zwischendurch mal eine Auszeit einlegt? Nein.
Danke. Bitte.
An dieser Stelle ist also eines schon mal klar. Ich kündige meinen Job. Noch in diesem Jahr. Aber vorher soll der Plan stehen. Oder zumindestens der Pla. :-)
Alles weitere kommt dann im nächsten Post.. Kommentare gern gesehen, Nachrichten auch. Her damit.
Oh man, ich bin verrückt. Es fühlt sich so verdammt gut an.
