Homeoffice leicht gemacht -
Mit einem effizienten Lächeln durch den Tag

Von überall aus arbeiten? Im Homeoffice gut organisiert sein, obwohl das Sofa nach uns schreit? Morgens motiviert aufstehen und loslegen, ohne dass jemand kontrolliert, ob wir auch „im Büro“ sind?

Seit mehr als 5 Jahren arbeite ich ausschliesslich remote. Mein Büro ist also dort wo mein Laptop und ich uns gerade physisch befinden. Das kann in Deutschland, in Kambodscha oder woanders auf der Welt sein. Mein Schreibtisch kann in einem Café, an meinen Schreibtisch oder auf der Terrasse sein. Im Co-Working Space, in der Küche oder auf Langstrecken in der Bahn kann ich arbeiten.

Nachdem ich meinen Job in einem multinationalen Konzern nach einigen Jahren gekündigt habe, um auf Weltreise zu gehen, habe ich unterwegs bereits online gearbeitet. Zunächst habe ich alles gelernt, was es zum Thema Bloggen zu lernen gab. Und das ändert sich ja ständig (ich höre also nie auf zu lernen). Ausserdem habe ich kleinere Jobs als Texterin angenommen. Für Hostelworld und Hochzeitsmagazine zum Beispiel. Ich habe auch als virtuelle Assistentin gearbeitet und Social Media Kanäle von einem kleinen Unternehmen gepflegt.

Kurz gesagt: Ich hab so ziemlich alle Jobs gemacht, denen ich mich gewappnet fühlte und die dazu beitragen konnte, meine Reisekasse etwas aufzubessern.

Equipment fürs Homeoffice: Was brauche ich?
homeoffice tipps

Ich hab oben kurz die Jobs kurz aufgezählt, um zu zeigen, dass es gar nicht vieler Elemente bedarf, um von überall zu arbeiten. Genauer: Ich will kurz zeigen, welche Dinge ich für mein persönliches Homeoffice immer brauche.

Und das sind in erster Linie folgende drei Dinge:

1.Gute Kopfhörer (Mikro)

Ich habe Noise Cancellation Kopfhörer – seit neustem. Denn eine Geräuschkulisse stört mich bei der Arbeit (je älter ich werde haha) immer mehr. Früher habe ich auch mit normalen Kopfhörern (z.B.: die vom Handy) gearbeitet, allerdings war das im rückblickenden Vergleich nicht einmal halb so wirksam, um mich in meinem „Workspace“ abzugrenzen. Heute nutze ich Bowser & Wilkins Kopfhörer, die zwar ein kleines Vermögen gekostet haben, mich aber nie im Stich lassen. Ausserdem sehen sie auch noch super hübsch aus, es macht mir dadurch noch mehr Freude sie aufzusetzen (Herzlich Willkommen in meiner Einhorn-Welt).

Ich mag es, mich während der Arbeit in meine „Bubble“, Kopfhörerwelt zu verziehen und mir dadurch volle Konzentration und Fokus zu ermöglichen. Sogar, wenn keine Musik läuft und einfach nur die Geräuschunterdrückung aktiv ist. Ich nutze Kopfhörer mit eingebautem Mikrophon, da alle meine Meetings während einer Arbeitswoche via Skype, Teamviewer, Google Hangouts oder ähnlichem laufen.

2. Laptop

Mein wichtigstes Arbeitswerkzeug (ohne dieses geht nix) ist mein MacBook. Lange Zeit habe ich mit der kleinsten Version des MacBook Air gearbeitet. Nach 7 Jahren intensiver Freundschaft, habe ich dieses Notebook jedoch in die Kategorie „Freizeit“ geschoben und mir ein 12“ MacBook aus 2019 zugelegt. Ich brauchte einen grössere Screen, da ich nur so effizient mit verschiedensten Webseiten arbeiten kann. Ich bin kein Fan oder Anhänger von Mac, komme aber super damit klar und bin dadurch bereit auch etwas mehr Geld auszugeben. Besonders wichtige Faktoren für mich: Gute Akkulaufzeit, angenehme Tastatur & ein Design, dass mir Freude bereitet. Für mich gilt: Wenn mir etwas dabei hilft Einnahmen zu generieren, so ist es das Wert größere Ausgaben in Kauf zu nehmen. Meine Kopfhörer und mein Laptop haben zusammen einen Wert von etwa 2000 Euro. Das finde ich nicht besonders viel, vor allem dann nicht, wenn man berücksichtigt, dass dies fast mein gesamtes Büroequipment darstellt.

3. Smartphone mit lokaler SIM-Karte

Ich habe ein altes iPhone (ich glaube 7). Ich habe eine lokale Sim-Karte. Erledigt. Das ist alles was ich brauche. Manchmal wünsche ich mir ein tolles Handy mit toller Kamera. Letztendlich brauche ich das aber gar nicht und es wäre mehr Spielerei als nützlich. Wichtig für mich ist es, dass mein Handy mit dem Internet verbunden werden kann, dass ein persönlicher Hotspot aktiviert werden kann, eine passable Kamera für Social Media und dass es für alle SIM Karte der Welt freigeschaltet ist. Alles andere ist Schnickschnack aus meiner Sicht, für meine täglichen Arbeitsanforderungen.

Es gibt natürlich noch ein paar nützliche Add Ons, die zum Komfort oder auch der eigenen Gesundheit beitragen können:

 

Strukturen fürs Homeoffice
homeoffice job

Die Gefahr des Homeoffice oder von remote Jobs liegt auf der Hand: Der Arbeitgeber oder Kunde hat sorge, dass nicht „genug“ oder zuverlässig gearbeitet wird. Der Arbeitnehmer oder Auftragnehmer hat Mühe einen normalen, effizienten Arbeitstag in einem heimeligen Umfeld zu kreieren. Die Versuchungen sind groß. Um hier zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen und als Remote Yorker nicht frustriert zu werden, habe ich für mich in den letzten Jahren ein paar Leitsätze aufgestellt. Ich sage gleich mal ganz offen dazu: Ich bin kein Fan von „Alltag“, jeder Tag darf unterschiedlich sein. Ein paar Strukturen hab ich mir trotzdem über die Jahre angeeignet und fahre damit echt gut.

Um dem Tag eine Struktur zu geben, hab an 90% meiner Arbeitstage folgende Sachen beachtet und mache das auch heute noch:

Aufstehen

Im Bett liegenbleiben führt nämlich unter der Woche bei mir dazu, dass ich schon schlecht gelaunt und mit schlechtem Gewissen aufstehe. Also stehe ich auf, gönne mir einen entspannten Morgen und fang dann an zu arbeiten.

Nächsten Tag am Abend vorher planen

Wenn ich keine Ahnung habe, was ich am nächsten Tag auf dem Schirm habe, dann fällt es mir schwerer aufzustehen. Rattenschwanz. Also überlege ich mir am Abend vorher kurz grob, was ich am nächsten Tag erledigen sollte oder möchte. Das hilft mir auch dabei, nichts wichtiges zu vergessen. Ist natürlich nicht in Stein gemeisselt, aber gibt mir eine Art absehbaren roten Faden für den Tag.

Feierabendzeit festlegen

Ich überleg mir morgens bevor ich Anfang zu arbeiten, wann ich Feierabend machen möchte, kann, will. Das ist wichtig für mich. Denn, wenn ich kein Licht am Ende des Tunneln sehe, dann fällt es mir schwerer anzufangen. Meist arbeite ich eher etwas länger, als kürzer und das macht mir nichts aus. Nach 20 Uhr ist arbeiten jedoch grundsätzlich nicht mehr erlaubt in Laura-Land.

Pausen strukturieren

Wenn du keine Lust mehr hast zu arbeiten, dann ist es besonders toll Pausen einzulegen. Wenn die Pausen zu lang sind, dann verschiebt sich dadurch der Feierabend oder Arbeit bleibt liegen. Klar ist das manchmal okay, aber in der Regel funktioniert es für mich am besten, wenn ich meine Pausen für mich zeitlich festlege.

Effizienz

Wir haben noch ein paar weitere Tipps für effizientes Arbeiten im Homeoffice für Dich zusammengefasst. Du findest diese in unserer super Boost-Ecke.

 

Motiviert bleiben im Homeoffice
homeoffice motivation

Besondern nach etwa einem Jahr (als die anfängliche Euphorie so langsam verflog) fand ich es ganz schön hart am Ball zu bleiben. Besonders in einem Umfeld, in dem andere Menschen andere Arbeitszeiten haben oder vielleicht gar nicht abreiten, weil sie gerade auf Reisen sind und von Ihrem Ersparten leben, ist es nicht immer einfach, sich Tag für Tag an den virtuellen Schreibtisch zu setzen.

Ich habe dann ein paar Strategien entwickelt, um meine Arbeit wieder mit Freude machen zu können. Denn es gibt zwei Sachen auf die ich so gar keine Lust habe: Arbeit zu machen, die mir keine Freude bereitet und im Leben rumzuirren ohne mich weiterzuentwickeln. Meine Arbeit war für mich schon immer ein wichtiger Faktor, der Teil des lebenslangen Lernens ist. Neue Jobs, neue Herausforderungen, neue Kunden. Weiterentwicklung und gleichzeitig Einnahmen generieren, das ist meine gemixte Hauptmotivation.

Wenn ich die mal aus dem Blick verliere, mich lustlos oder einfach Lost fühle, so alleine an meinem Schreibtisch, dann helfen mir folgende Dinge immer ganz gut zurück in den motivierten Arbeitsalltag.

1. Ziele festlegen

Einen bestimmten Betrag an Geld zu sparen, ein bestimmtes Ziel für einen Kunden zu erreichen oder in einer bestimmten Zeit eine Aufgabe zu bewältigen. Ich bastel mit kleine Challenges, die erreichbar sind und mich so in vielen kleinen Stückchen Tag für Tag motivieren.

2. Dankbar sein

Ja, klingt total nach „blabla“, aber ganz ehrlich: Ichfinde es mega geil, dass ich im Homeoffice bzw. Remote arbeiten kann. Ich habe dadurch Viel Verantwortung, aber auch so viel Freiheit und Möglichkeiten, mein Leben und meinen Arbeitsalltag zu gestalten. Diese Arbeitsweise ermöglicht es mir, meine Arbeit an mein Leben anzupassen und nicht umgekehrt.

3. Kommunikation

Während meiner Arbeit online habe ich schnell festgestellt, dass mir besonders der soziale Kontakt häufig fehlt. Ich habe niemandem, mit dem ich über meinen Arbeitstag nörgeln kann, denn alle meine Arbeitskollegen sind hunderte oder tausende von Kilometern entfernt. Kommunnikationstools wie Slack helfen uns beim Austausch für Arbeitsthemen, aber auch privat klappt die Kommunikation in privaten Channels super. Ich mache auch immer zwischendurch kurze WhatsApp Pausen, in denen ich mich nur den sozialen Kontakten widme und von der Arbeit offiziell eine Pause mache. Man muss nicht vereinsamen im Homeoffice – besonders nicht in Zeiten des Internets. Soziale Pausen dürfen wir uns erlauben und diese helfen uns dabei hinterher wieder umso produktiver zu sein.

4. Wochenende planen

Wenn ich eine richtig doofe Arbeitswoche oder einzelne nervige Tage habe, dann helfen auch das Dankbar sein oder meine kleinen Challenges oder Ziele nicht mehr.  Da hilft nur noch eins: Augen zu und durch. Und damit das leichter fällt, plane ich etwas tolles fürs Wochenende, auf das ich mich dann riesig freuen kann. Ich genieße dann die Vorfreude und die Tage gehen schneller und leichter vorüber. Und in der nächsten Woche starte ich dann wieder frisch und bei null. Nach einem wundervollen Wochenende.

Jobs im Homeoffice oder remote - Ist es einfach erfolgreich zu sein?
struktur homeoffice

Es gibt viele verschiedene Jobs, die online und/oder im Homeoffice, also remote durchgeführt werden kommen. Besonders in Zeiten des sogenannten digitalen Nomadentums werden Berufe wie beispielsweise folgende immer besonders häufig genannt.

  • Online Coach
  • Blogger
  • Social Media Manager
  • SEO – Berater
  • Content Creator, Texter

Viele dieser Berufe sind aus meiner Perspektive Trendberufe und online ist es viel leichter, auch ohne tatsächliche Qualifikation erfolgreich zu sein. Es ist weniger Transparent, keiner schaut beim Arbeiten zu und bei Erfolgsversprechen via Webseiten muss der Anbieter keinem in die Augen schauen und dabei Vertrauen erwecken. Das bedeutet nicht, dass es nicht notwendig ist sich Wissen anzueignen. Jedoch ist keiner dieser Berufsbezeichnungen rechtlich geschützt. 

Ich kann also heute ein Coach und morgen ein Social Media Manager sein. Und wenn ich damit durch bin, dann werde ich einfach Content Creator. Was ich damit sagen möchte: Es gibt sehr viele sehr kompetente Menschen, die ihr Wissen online zur Verfügung oder als Dienstleistung anbieten. Leider gibt es umgekehrt aber auch viele Menschen, denen es (noch) an erforderlichem Wissen fehlt, um die genannten Jobs kompetent ausführen zu können. 

Gleichzeitig bieten die ungeschützten Berufe auch Möglichkeiten: Wer sich besonders viel in den sozialen Medien herumtreibt und sich zugleich stetig weiterbildet und Erfahrungen sammelt, hat gute Chancen ein Social Media Manager mit zufriedenen Kunden zu werden. Solltest du eine steile Online Karriere planen: Lass dich nicht blenden und nimm die alle Zeit der Welt um dein Handwerk vernünftig zu erlernen, bevor du etwas anbietest, was du nicht bedienen kannst. Denn unzufriedene Kunden sprechen mit anderen Menschen und so geht es flott, dass du dann zu einem kundenlosen Social Media Manager wirst.

Ich habe schon zu Beginn meiner digitalen Berufslaufbahn viele Möglichkeiten in Betracht gezogen. Ich fand es super cool zu bloggen. Zu schreiben, wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und damit vielleicht sogar ein bisschen Kleingeld zu verdienen. Zugegeben, ich bin sehr naiv und optimistisch an die Sache mit dem Blog herangegangen. Rückblickend würde ich sagen, dass es genau das war, was mir geholfen hat voran zu kommen. Ich war selbst so begeistert von der Idee meinen Blog bekannt zu machen, dass ich genau dieses Feeling auch transportieren konnte. 

Ich hatte vorher viel gelesen und mir war klar, dass es mindestens ein Jahr dauern würde, bis ich mit meinem Blog (vielleicht) Geld machen könnte. Daher war jegliche Freude, mit der ich Menschen von meinem Blog erzählt habe einfach ehrlich. Denn ich habe eh nicht erwartet, dass er mir so schnell Geld einbringen würde. Das vermisse ich heute bei vielen kleinen Blogs und lese sie deshalb auch weniger. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie wirklich etwas mit mir teilen möchten. Für mich fühlt es sich dann so an, als wäre der Blog nur eine Pflichtaufgabe auf dem Weg zum Online Reichtum. 

Das halte ich übrigens für viel naiver.

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