Kuba. Da musst du hin!

Du spielst mit dem Gedanken nach Kuba zu Reisen?

Tu es! Du wirst es nicht bereuen! Hier findest du 5 Gründe und wahrscheinlich noch viele mehr, warum Du es tun solltest.

Jetzt. Sorfort. Es ist wundervoll.

Und es erweitert einfach Deinen Horizont. Hier liest Du wie ich Kuba erlebt habe..Menschlich, Weltoffen, Respektvoll, Tolerant, voller Nächstenliebe, sonnig, vielfältig…

Nach unserer Ankunft in unserer familiären Unterkunft in Havanna Centro…

…machten wir uns recht schnell auf den Weg nach Old Havanna. Natürlich alles zu Fuß, umso viel Flair wie möglich aufsaugen zu können und eine Orientierung und ein Gefühl für das Leben in Havanna zu bekommen. Im Casa Densil: Ezio, unser “Herbergsvater” erklärte uns einige Wege, sodass wir unser Glück ohne Stadtplan (wahnsinnig abenteuerlustig von uns) versuchten. Wir konnten uns nicht verlaufen, denn jede Straße die wir betraten, zeigte uns ein neues Stück Havanna und es gab keinen “falschen Weg”.

Buddy Bears
Buddy Bears

Das erste was sofort auffiel, war das Leben auf der Straße, in Hauseingängen saßen Menschen, auf Bürgersteigen spielten Kinder, an Hauswänden lehnten junge und alte Kubaner, von Balkonen und Dächern bellten die Hunde, die nicht auf der Straße in der Sonne lagen. Alles Leben spielt sich draußen ab, auf der Straße, auf dem Bürgersteig, auf Balkonen und Dächern. Alles in und um wundervolle Häuser. Teils verfallen, teils Ruinen, teils wundervoll neu gestaltet mit geringen Mitteln. Aber allesamt voller Charme und einer faszinierende Aura. Kein Haus gleicht dem anderen und jedes erzählt eine eigene Geschichte.

Aktualisierung: Ihr findet diese Unterkunft jetzt auch auf Airbnb!!!

Nachdem wir einige Straßen durchquert hatten...

…gewöhnten wir uns an das Gefühl, neugierig beobachtet zu werden und sobald wir entspannter wurden, ließen auch die vorher gefühlt merkwürdigen Blicke nach. Klar, ungewöhnlich und zugleich unvorstellbar, dass sich in Deutschland so viele Menschen auf der Straße aufhalten ohne tatsächlich etwas zu tun, ohne einer für uns ” sinnvollen” Aufgabe nachzugehen. Aber nach wenigen Minuten wird uns als Besucher Havannas bewusst, dass das ganz einfach ein Teil des Landes, der Kultur ist.

Wundervoll, viele entspannte Menschen und zugleich die Frage, ob diese Menschen nicht viel lieber arbeiten würden?

Natürlich sind diese Gedanken teil einer Konstruktion der Medien, die diese uns von Kuba vorgeben. Menschen ohne Perspektive, ohne Arbeit, aber sicherlich gibt es immer zwei Seiten. Außerdem, wer sagt dass alle diese Menschen keiner Arbeit nachgehen? Bei näherem Hinsehen, wird deutlich dass einige stricken, häkeln, basteln, andere unterhalten sich angeregt. Was wir über unser Mobiltelefon erledigen, passiert hier eben auf der Straße. Ich möchte über all das nicht urteilen, vielmehr beschreiben was ich sehe und einige Gedankenanstösse mit einfließen lassen. Ohne Wertung. Nur Gedanken, voller Liebe für Kuba.

HavannaUnser Weg führte uns zum Plaza Central, einem kleinen Park umgeben von viel befahrenen Straßen, schönen und schicken Hotels. Viele Bänke mit Menschen, die sich ausruhen, in der Sonne chillen und keinen besseren Ort sehen, an dem sie sich aufhalten können.

Und natürlich Touristen, die verirrt durch die Gegend schauen, in Stadtplänen versunken sind oder an der Haltestelle für den “Havanna City Tour”- Bus warten, bis ihre Stadtrundfahrt losgeht. 5 Cuc p.P./ Tag. Und in all dem Gewusel Geschäftstüchtige Kubaner, die Ihre Oldtimer für Rundfahrten anbieten, Taxifahrer die auf Mitfahrer warten oder aktiv danach suchen, Pferdekutschen, die bereit für eine romantische Tour nach Old Havanna sind oder die Coco- Taxen, die von sportlichen jungen und älteren Kubaner per Fahrrad angetrieben werden oder in weniges Fällen von einem Moped.

HavannaWir blieben bei unserer Wahl…

…und unsere Füße trugen uns per Zufall in die Einkaufsstraße Havannas. Obispo. Wuselig, Souvenirs über Souvenirs, Cafés mit Livemusik und schnuckeligen Innenhöfen, aber vorallem Menschen über Menschen. Lebendig, ein Mix aus Kubanern, Geschäftsleuten, Touristen und tausenden Gerüchen und Geräuschen, ein Stück Kubas. Zwischendrin immer mal wieder kleine Marktstände, die frisches Obst, Gemüse oder andere Lebensmittel anboten.

Unser Weg führte uns zum bekannten Plaza Vieja. Im ersten Augenblick Schoßen mir die großen Plätze in Barcelona, Rom oder Venedig in den Kopf. ein risieger Platz, gesäumt von Hotels, einiges Cafés und zu meinem Erstaunen einem “Pepe Jeans” und “Benetton” Store. natürlich auch hier wieder kleine Marktwagen mit Eis oder anderen Süßigkeiten. Sehenswert, schön anzusehen, aber nicht “spektakulär” im Sinne des Sightseeing- Süchtigen- Touristen.

Ganz im Gegenteil zu unserem nächsten Stop, den wir per Zufall und durch das “sich treiben lassen” erreichten. Den Plaza de San Franzisco. Am Fuße einer ehrwürdigen Kirche lag ein verhältnismäßig kleiner Platz, der mit einer hochwertigen, tiefgründigen und künstlerisch beeindruckenden Ausstellung bestückt war. Zu unserem Glück machte gerade die Wanderausstellung: Bären hier halt. Die beeindruckendsten Bären habe ich natürlich festgehalten…

 

Havanna
Havanna

 

Mehr als nur 5 Gründe: Menschlichkeit, Weltoffenheit, Respekt, Toleranz, Nächstenliebe…

…alles vereint in einer Vielzahl von Bären. Ein Traum, wenn sich diese Bären nur überall auf der Welt unters Volk mischen und die Leute bekehren könnten, war mein erster Gedanke, als wir in einem Café “Rast” machten und die Atmosphäre genossen.

Ich wurde jedoch aus meinen Gedanken gerissen. Struppiges Blondes Haar bewegte sich in meinem Augenwinkel. Im ersten Moment konnte ich es nicht zuordnen, auf den zweiten Block erkannte ich Roooooobert und wunderte mich über diesen Zufall. Ich bin weder ein bekennender Fan, noch kenne ich jede Folge der Dokumentation (falls die Sendung diese Bezeichnung verdient), aber überrascht war ich dennoch und empfand es als witzigen Zufall. Wir unterhielten und kurz darüber und beobachteten, bis die Familie Geiss, inklusive Kindern und zwei Nannys aus unserem Blickfeld verschwand.

Unser nächstes Ziel: Eine Bank, denn unser Bargeld war begrenzt, denn wir hatten uns vorgenommen uns lieber nach Bedarf damit auszustatten. Vor der Bank fanden wir eine Truppe von Jungen und mittelalten Menschen vor. Einige mit Mikrofönen, einige mit Kameras, einige mit einer Zigarette in der Hand. Allesamt hatten das Schokoladenmuseum gegenüber der Bank im Auge.

Mit frischem Bargeld ausgestattet wurden wir neugierig und betraten das Schokoladenmuseum. Wir verzichteten auf die obligatorische Tasse Schokolade, wir kamen ja gerade aus einem Café. Stattdessen beobachteten wir die Geissens an einem Tisch, während sie gerade ein Interview für ihre Soap drehten. Wir kamen uns albern vor, fragten aber trotzdem nach einem Foto. Und dann nix wie weg. Es sollte jedoch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir die Geissens sahen.

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Raus in die Welt, rein in Havanna…

…am Hafen vorbei, den Malecon (eine diesige Meerspurige Straße, direkt am Meere) entlangflanieren, Fotos über Fotos, Sacken lassen in Cafés, stöbern bei den Künstlern Havannas inklusive dem Kauf eines handgemalten Bildes..

Der Weg zurück führte uns durch ähnlich wundervolle Straßen und unser Bild von Havanna vervollständigte sich Stück für Stück. Lebhaft, Pulsierend, Vielseitig. Aber auch voller Hoffnung in die Touristen, dreckig und Zwiegespalten.

Mit schmerzenden Füßen und lachendem Herzen (ich liebe Kuba) genossen wir ein Cerveza (Bier) auf der Dachterasse und unterhielten uns mit Händen und Füßen mit Ezio, bevor wir erschöpft und mit Freude auf den nächsten Tag ins Bett fielen.

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