Was, wenn die Liebe eine andere Sprache spricht?

Was, wenn die Liebe eine andere Sprache spricht?

 

Zwei Muttersprachen – eine Beziehung

Du bist scheiße, ich verstehe was du sagst, aber ich kann dir nicht exakt sagen, was ich denke und fühle. Nicht, weil ich nicht weiß was ich denke und fühle, sondern weil unsere Muttersprache nicht die Gleiche ist. Mit dem Herzen sprechen wir die gleiche Sprache, unsere Seelen verstehen sich, aber das was wir verbal kommunizieren, das ist herausfordernd.

Ohne Worte

Dein Kopf ist voll mit Dingen, die du gerne sagen möchtest, Dinge, die du genau auf den Punkt bringen möchtest. Fluchen, komplizierte Sachverhalte erklären oder einfach ein “bevor mein 3. Geburtstag war, hatte ich schon ein Fahrrad, dass ich im Jahr davor zu Ostern bekommen habe” bringt mich schon zum Nachdenken über die richtige Grammatik.

Wenn man über die Kennenlernphase hinausgeht, dann geht´s ja bekanntlich in Beziehungen ums Eingemachte. Nicht nur Grenzen werden gesteckt, auch die Persönlichkeit wird vielleicht ein Stück mehr ausgelebt, Kompromisse werden gemacht und es wird diskutiert. Mal bei einem Glas Wein, mal hitzig und auch mal etwas lauter. Ganz egal wie laut oder wie leise ein Mensch spricht, die Mimik spielt natürlich auch immer mit. Zum Glück.

Rettung in der Not: Alles hat Hand und Fuß

Meine Rettung in der Not. Mimik, Gestik, Hände und Füße. Aber ist es nicht genau das, was uns immer das Gefühl gegeben hat, den Erwachsenen unterlegen zu sein, als wir noch Kinder waren? Als wir uns noch nicht perfekt ausdrücken konnten und Mama oder Papa daher (natürlich nur deshalb :-P) die meisten Diskussionen erfolgreich mit guter Rhetorik und guten Argumenten gewonnen haben?

Ein bisschen so ist das manchmal. Und manchmal denke ich auch einfach, dass es im Englischen einfach nicht die richtigen Wörter gibt, Wörter, die ich im Deutschen benutzen würde und die exakt das ausdrücken würden, was ich sagen wollen würde. Wahrscheinlich gibt es die wohl oder ich könnte die Wörter auch einfach gut beschreiben. Mit anderen Wörtern, die ich aber vielleicht nicht kenne.

Wir sprechen nicht die gleiche Sprache? Mir doch egal.

Aber ich wäre ja nicht diese Placeless Laura, die ihren Job hingeschmissen, drei Monate gespart und dann alleine auf Weltreise gegangen ist, wenn ich das einfach so hinnehmen würde. Also versuche ich mein Englisch zu verbessern. Jeden Tag. Ein kleines bisschen. Ich bitte Menschen in meinem Umfeld darum, mich zu verbessern, wenn ich etwas falsch sage. Ich lese Bücher auf Englisch, schaue Filme auf Englisch und höre Hörbücher auf Englisch. Bei Audible gibt es da zum Beispiel eine wirklich gute Auswahl, nicht nur zum Lernen, sondern auch einfach zum Hören und Genießen.

“Englisch komplett beherrschen” heißt mein Favorit im Moment. Denn eigentlich kann ich ja englisch sprechen. Aber eben nur eigentlich. Mir fehlt es nicht an Basiswissen, mir fehlt es an mehr Erfahrung, mehr Context, mehr Vokabeln. Aber das krieg ich auch noch hin.

Aber eins ist klar, es ist definitiv einfacher für mich mein Englisch zu verbessern, als für meinen Engländer Deutsch zu lernen.

Wenn noch einer kluge Ratschläge, Tipps, Tricks oder einfach auch einen guten Buchvorschlag hast, immer her damit. Ich will wachsen! 🙂



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