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Slow Travel vs. Hummeln im Hintern

Slow Travel vs. Hummeln im Hintern

Unfreiwillige Pause

Es ist irgendetwas nach zwei Uhr. Ich sitze im Albert Park, mitten im Zentrum von Auckland, Neuseeland. Mein IPhone sagt ich bin heute 14300 Schritte gegangen (Update: Abends sind es dann knapp 23.000). Gestern waren es den ganzen Tag über knapp 13000. Liegt vielleicht auch am Jetlag. Wobei der Mensch im Schnitt etwa 10.000 Schritte am Tag laufen sollte um fit zu bleiben. Ich bin also gut dabei. Von wegen Slow Travel.

Digitale Nomaden

Slow Travel vs. Hummeln im hintern

Jetzt gerade ist alles Slow. Ich beobachte die Leute, die durch den Park gehen. Business Menschen, Gruppen von jungen Leuten, Touristen. Menschen füttern die Tauben. In meiner Heimatstadt Gelsenkirchen würden sie wahrscheinlich verhaftet werden, wenn sie das in diesem Ausmaß machen würden. 😀 Mir gegenüber auf der Bank sitzt ein Mann, liest Zeitung, raucht und sieht irgendwie zufrieden aus. Ich mag das. Ich sollte mir öfter solche Momente gönnen. Tatsächlich bin ich aber eher so der Typ Hummeln im Hintern. Und wäre der Akku meines Iphones nicht fast leer, hätte ich diese Pause vermutlich nicht eingelegt. Auf meinem IPhone ist nämlich meine wichtigste App: maps.me. Mein digitaler Stadtplan, der auch ohne Internet funktioniert. Ich muss ja später irgendwie nach Hause kommen. So läd mein Iphone am Laptop und ich sortiere meine Gedanken mit diesem Text. Ich habe hier zwar kein Internet, aber zum Schreiben brauche ich kein Wlan. Nur mich, meine Gedanken, den Laptop. Das reicht. Es ist schön, dass das so einfach ist.

Der Abschied und der Beginn meiner Weltreise

Als ich am Montag ins Flugzeug gestiegen bin war ich traurig, dass ich all meine Lieblingsmenschen zu Hause zurücklassen musste. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen (aber alle hätten sich vermutlich auch nicht miteinander verstanden :-D). Jetzt, hier ist schon Freitag, sehe ich das alles etwas differenzierter. Ich lasse nichts zurück, denn zu Hause wird nichts weglaufen. Alle Menschen werden noch da sein, wenn ich wiederkomme. Und vorher kommen mich viele besuchen. Ich kann also nur gewinnen. Und das war auch mein Ursprungsgedanke, als ich mich entschied auf Weltreise zu gehen. Ich bin so froh darüber, dass ich den Arsch in der Hose hatte. Ich bin jetzt offen für alles was kommt. Irgendwie fühle ich mich unbelastet und frei. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Ich mache das, was mir gut tut. Und das gefällt mir ehrlich gesagt 🙂

Sommermädchen verirrt sich im Winter nach Neuseeland. Irrsinn?

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Und Neuseeland? Bisher kenne ich nur Auckland und die Umgebung. Ich gebe zu, dass ich eher ein Sommermädchen bin und sich die Umstände geändert haben, seit ich den Flug hierher gebucht habe. Ursprünglich wollte ich nach Neuseeland um auf einer Farm zu arbeiten und mein Reisebudget aufzustocken. Doch jetzt habe ich mir im letzten halben Jahr ein kleines Online Business aufgebaut, welches für mich jetzt Priorität hat. Ich möchte es nachhaltig aufbauen und nicht auf einer Farm das schnelle Geld verdienen. Das schnelle Geld ist übrigens auch übertrieben, denn mit Jobs sieht es in Auckland und Umgebung grade nicht besonders rosig aus. Also, das Schicksal spielt mir in die Hände und ich lerne immer mehr, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich meine Pläne ändere. Es sind schließlich meine Pläne. Ich muss niemandem etwas beweisen. Aber das auch so zu auszuleben ist nicht so einfach wie ich dachte. Aber: Der Prozess läuft 😀

Bin ich jetzt schon zu einer Hippie- Tussi geworden?

Ich stehe morgens auf, der Jetlag sorgt noch für ein sehr wirres Schlafverhalten, checke meine Mails, Social Media und die To Do´s für meine Kunden. Die ersten drei Stunden des Tages (im Moment von 7-10) gehören der Onlinewelt. Danach nutze ich die Zeit, um Neuseeland zu erkunden. Aber ich hab da diesen Gedanken in meinem Hinterkopf. Ich will dahin wo es warm ist. Ich möchte noch einiges von Neuseeland sehen, aber ich will nicht ewig hier bleiben. Die Zeit im Coworking Palace möchte ich noch nutzen um effektiv zu arbeiten. Ich habe aber auch festgestellt, dass ich auch wirklich gern arbeite, wenn ich einfach für mich bin. In einem Cafe, oder so wie jetzt gerade ganz einfach in einem Park. Meine nächste Unterkunft werde ich also nach anderen Kriterien auswählen. Ruhe und Raum für meine Gedanken werden Priorität haben. Bin ich jetzt eine Hippie- Tussi? 😀 Ob es mir im Co Working Palace nicht gefällt? Doch, für den Anfang meiner Weltreise ist es wirklich wundervoll. Aber ich habe die letzten Wochen so intensiv mit Menschen verbracht und habe es ungewöhnlicherweise nicht so sehr gemocht alleine zu sein. Doch jetzt ist es anders. Ich hole mir die Zeit zurück und möchte mit mir allein sein. Nicht immer, aber immer dann, wenn ich es will. Ich habe Bock auf eine Hütte irgendwo auf Tonga oder auf Fidschi oder auf Vanuatu. Eine Woche nur ich, mein Business und ich.

Wo es als nächstes hingeht?

Zunächst möchte ich die Zeit bis zum 16.07. noch in Neuseeland nutzen, ich möchte runter nach Rotorua für zwei Tage, die heißen Quellen sehen und spüren, ich möchte noch einen Vulkan anschauen und ganz viel wandern. #Hippietussi 😀

Danach soll es dann noch in diesem Monat irgendwo hingehen, wo es warm ist. Mein erster Gedanke war eigentlich Fiji, ich bin nur nicht sicher, ob mein Geldbeutel das so früh während meiner Reise zulassen möchte. Eine Alternative wäre Tonga. Aber genau das gleiche Spiel mit der Kohle. Die günstigste Option, die mir gefallen könnte wäre Kuala Lumpur. Und ich plane in jedem Fall nach Fidschi, Tonga oder eben direkt nach Asien zu gehen. Stellt sich die Frage, sollte ich mir Tonga gönnen? Oder Fidschi? Oder direkt nach Asien und Geld sparen? Ich bin noch im Zwiespalt. Vielleicht schlafe ich noch einmal eine Nacht darüber. Oder ich rufe Mama oder Papa an und frage mal nach Rat 😀

Ich habe entschieden, dass ich auf meinen Bauch höre. Auch, wenn ich im Moment viel unterwegs bin, komme ich gut mit meiner Online Arbeit zurecht. Ich kann es gut verknüpfen. Und wenn ich merke, dass es mir zu viel wird, dann kann ich immer noch langsamer machen. Immer das was einem gut tut!

Im Blog, auf Facebook oder bei Snapchat wirst du auf jeden Fall lesen und sehen können, wie es weitergeht. Und, wenn du kluge Ratschläge oder Anmerkungen hast, immer her damit! Ich freue mich darüber, hier am Ende der Welt. 🙂

Herzliche Grüße & Gutes Karma aus Neuseeland! <3

Mein Iphone hat jetzt 46 Prozent und ich werd mal sehen, ob ich noch ein Stück Richtung zu Hause laufe, denn ich weiger mich Bus zu fahren, ich will doch alles sehen und nicht Zeit sparen und mit dem Bus fahren. #slowtravel

P.S. Grad kam übrigens ein Marketing Mitarbeiter von Jesus vorbei. Ist das ein gutes Zeichen? 🙂

placeless



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