Denkanstoß: Goldener Käfig.

Als Kind gehen die meisten in den Kindergarten: Spielen, Toben, Neues entdecken. Dann folgen Grundschule, weiterführende Schule und dann geht es auch schon los. Der Druck, der Gedanke: Was mache ich aus meinem Leben und wo will ich hin. Was sind meine Ziele, was erfüllt mich, wie werde ich glücklich? Studium, Ausbildung, Auslandsjahr oder der Direkteinstieg in den Job sind in den meisten Fällen die Alternativen. Die Gesellschaft gibt diese ja auch gewissermaßen vor. Geld verdienen, eine feste Partnerschaft und sich fortpflanzen.

Aber was ist mir der Selbstverwirklichung?

Ist das “die Selbstverwirklichung”?

Für viele mag das der Fall sein. Genauso gibt es jedoch die Menschen, die eben diese Möglichkeit der Selbstverwirklichung weniger als Freiheit sondern mehr als „Der goldene Käfig“ sehen. Man hat möglicherweise all das, wonach alle Menschen streben: einen sicheren Job mit gutem Gehalt und Aufstiegschancen, eine stabile, erfüllte Beziehung und eine gemütliche Wohnung in der man sich zu Hause fühlt. Doch wo bleibt das, wonach wir schon als Kinder strebten: Spiel, Spaß und Spannung? Eltern sagen, das ist doch toll, du hast ein sicheres Gehalt und du hast deinem Leben eine tolle, erfolgreiche Richtung vorgegeben. Das worauf man hingearbeitet hat ist erreicht. Ab jetzt läuft alles sicher und ohne Bedenken und offene Fragen weiter. Der Weg ist geebnet und das Abenteuer aus dem Leben verbannt.

Geht es Euch auch so? In welchem Alter sind Euch diese Gedanken gekommen? Was habt ihr dagegen gemacht und was hat auch geholfen? Oder seht ihr das vielleicht ganz anders? Man sollte glücklich sein mit dem was man hat? Schätzen lernen?

Bild: Colourbox.de

Placeless

About Placeless

Nicht quatschen. Mach! Es sieht alles immer so leicht aus, ist es aber nicht. Reisen ist wundervoll, online zu arbeiten auch. Aber das heißt nicht, dass dieses Leben für jeden eine gute Option ist. Für mich ist es das zauberhafteste Gefühl der Welt, frei und unabhängig leben zu können. Ich halte mich dort auf, wo es mir gefällt, bereise die Welt und erkunde meine Welt. Ich habe einen wundervollen Menschen auf meiner Reise kennengelernt, mit dem ich täglich viele Stunden verbringe: Mich selbst. Liebe Dich selbst, alleine Reisen kann traumhaft sein. Reise virtuell mit mir mit und verfolge nicht nur meine geographischen Wege und Erfahrungen, sondern auch die emotionalen und beruflichen. Lass Dich unterhalten, lach mich aus, freu Dich mit mir, was auch immer - Erweitere stets Deinen Horizont und lebe Dein Leben nach deinen Wünschen, denn Du hast nur ein einziges Leben und das gehört Dir ganz allein! Alles Liebe, wir sehen uns irgendwo in der Welt, ich freu mich auf Dich! Laura <3 Ortsunabhängig - Frei - In das Leben verliebt

  1. Kann mich total mit dem, was du schreibst identifizieren. „Placeless sein“ kenne ich nur zu gut. Ich habe immer gedacht: Das Leben muss doch noch so viel mehr zu bieten haben. Warum sich anpassen, nur weil es von einem erwartet wird? Ich hoffe jedenfalls, am Ende sagen zu können: I did it my way! Freue mich auf weitere Gedanken und Geschichten aus aller Welt.

  2. Es ist so wundervoll, dass ich nicht alleine “Placeless” bin und, dass die Welt von vielen neugierigen Menschen besucht und bereichert wird. Danke für diesen schönen ersten Kommentar, bis bald, vielleicht in Kanada 😉

  3. Seit ich denken kann, bin ich „placeless“ – durch viele Umzüge und die Tatsache, dass ein Großteil meiner Familie im Ausland lebt.
    Ich habe daraus einen Beruf gemacht – und bin seit 14 Jahren Flugbegleiterin 😉
    Liebe Grüße,
    Tatiana

  4. Wundervoll. Du lebst meinen Kindheitstraum 🙂 Nach vielem hin und her und Einladungen zu Assessment-Centern bei Fluggesellschaften habe ich mich allerdings gegen den Beruf entschieden. Allerdings weine ich dieser Idee in manchen Momenten auch mal hinterher 😉 Ich habe das ganze jetzt aber für mich gut gelöst mit einem Job, der mir viel Zeit und Raum für meine Reisen gibt. Wo geht der nächste Flug hin? 🙂

  5. Das Leben ist einfach zu kurz um nach den Regeln einer Gesellschaft zu leben. Man sollte einfach machen worauf man Lust hat. Einfach auf sein Herz hören.

    Liebe Grüße.
    Madlien.

  6. Hey, ich kenne das Gefühl „gefangen“ zu sein im goldenen Käfig oder Hamsterrad nur zu gut und ich bin erst 22. Ich habe es wirklich satt und will auf keinen Fall mit 30/60/90 Jahren da sitzen und mir selbst Vorwürfe machen. Ich will Leben. Jetzt. Nicht für die anderen, für mich. Die Worte und die Motivation sind stark, die Umsetzung naja, daran happerts noch. Die Angst hat noch die ober Hand. Was passiert wenn ich morgen zur Arbeit gehe und kündige? Was wird danach? Die Ersparnisse werden nicht ewig halten. Ich würde sofort mit auf Weltreise kommen, ich will die Welt sehen, Kulturen, Menschen Länder, die Welt erleben. Aber es fehlt mir der Sprung, der Mut zum 100%igen Absprung. Reisen wenn man Urlaub hat klappt wunderbar, nur vollzeit wäre ein, nein mein Traum. Mach weiter so. Inspiriere und motiviere!

  7. Lieber David, da sind wir uns ziemlich ähnlich. Ich habe mich entschieden meinen Job zu kündigen und auf Weltreise zu gehen. Dieser Entschluss hat allerdings auch lange gebraucht um zu reifen.. Natürlich muss das Geld irgendwoher kommen, aber auch während der Reise zu arbeiten oder Online auf Portalen wie clickworker Geld zu verdienen ist möglich. Meinen langfristige Weg habe ich auch noch nicht gefunden, was das finanzielle angeht. Allerdings für die nächsten Jahre. Auch darüber werde ich hier natürlich berichten! Danke für deine lieben Worte, halt uns auf dem Laufenden, wenn du „abspringst“ 😉

    Herzliche Grüße und alles Gute!
    Laura

  8. Mir sind die Gedanken im Alter von 16 Jahren bei diesem Filmzitat gekommen:
    „Was fürchtet ihr dann, Herrin?“
    „Einen Käfig. Hinter Gittern zu bleiben, bis Gewohnheit und hohes Alter sich damit abfinden und alle Aussichten große Taten zu vollbringen unwiderruflich dahin sind.“

    Da hat es der Herr Tolkien (und Peter Jackson) gut erkannt.

  9. Hey,

    der Begriff „goldener Käfig“ gefällt mir gut, denn genau das hat mich gestört. Ich wollte immer schon reisen, habe aber nach dem Abi Gas gegeben und mich um die „Karriere“ gekümmert. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich zwar alles habe, mich das aber nicht glücklich macht.
    Nach zehn Jahren im Job habe ich gekündigt, meine Sachen verkauft und reise mit meiner Freundin durch Lateinamerika.
    Auf unserem Blog Rucksackrausch veröffentlichen wir morgen einen Artikel zum Thema Auszeit nehmen und den Ängsten, die dafür sorgen, dass man diese Entscheidung gerne mal verschiebt. Ich denke, dass Dein Denkanstoß eine gute Ergänzung wäre und werde den Artikel verlinken 🙂

    Viele Grüße und alles Gute!
    Sebastian

  10. Lieber Sebastian, entschuldige meine späte Antwort! Ich war irgendwie viel mit dem Fliegen beschäftigt und damit in Neuseeland anzukommen 😀 Klingt super und es ist toll zu hören, dass es nicht nur einem selbst so geht! Ich werde die Tage auf jeden Fall mal bei euch vorbeischauen! Ich wünsche Euch eine tolle Reise und wundervolle Erlebnisse! Passt auf euch auf! Alles Liebe, Laura

  11. Haha, kein Problem! Das kennen wir nur zu gut 😉
    Bei uns hat auch alles etwas länger gedauert, aber der Artikel ist endlich online 🙂

    Wie läuft’s bei Dir? Bist Du gut angekommen?

    Ganz liebe Grüße
    Sebastian

  12. Hey Sebastian, ja es läuft tatsächlich sehr gut. Ich reise viel und arbeite wenig 😀 Wird sich aber nächste Woche ändern, denn da verlasse ich Neuseeland und werd mich für knapp drei Wochen nach Thailand verkrümmeln und mich in meiner Arbeit vergraben. Auch darauf freue ich mich schon riesig, vor allem auf die Temperaturen… Neuseeland im Winter kann echt ganz schön kalt sein 😀 Liebe Grüße & Gutes Karma, Laura

  13. Ein echt super Artikel!
    Der vorgegebene Lebensweg ist für so viele Menschen nicht die Selbstverwirklichung!
    Doch unter anderem hällt sie die vermeindliche Sicherheit fest.
    Viel Mut für dein eigenes Leben wünschen Dir
    Daniel und Jens

  14. Da habt ihr allerdings echt recht, man hat das Gefühl, das kann alles nicht so einfach funktionieren. Funktioniert aber doch. Aber manchmal braucht man eben auch ein Weilchen, um Mut zu sammeln! Das wünsche ich Euch auch! Alles Liebe & Gutes Karma aus Neuseeland, Laura