Die Sorgen fressen mich auf. Nicht.

Die Sorgen fressen mich auf. Nicht.

Mein Status

Es ist gleich elf. Ich bin gestern spontan nach Koh Samui gefahren, statt nach Koh Tao, denn die letzte Fähre nach Tao hatte ich verpasst. Aber was solls, ich habe keinen Zeitdruck und auch nichts an einem bestimmten Ort zu erledigen. Glücklicherweise habe ich vor ein paar Wochen einen freundlichen deutschen Traveller kennengelernt, der mir ein Schlafzimmer in seinem Häuschen zur Verfügung stellt. #Glückskind

Ich bin jetzt knapp 6 Wochen unterwegs. Ich habe gefühlt schon recht viel Kohle auf den Kopf gehauen. Ich dachte, Asien würde sehr günstig für mich werden. Leider ist es aber so, dass es mir bei den niedrigen Preisen auch viel leichter fällt Geld auszugeben. Ganz im Gegensatz zu der Zeit in Neuseeland, in der ich 20 Minuten darüber nachgedacht habe, ob ich mir diese Tomaten für 3 Euro jetzt leisten sollte 😀

Hilfe ich werde verhungern- Dieses Geld

Tatsächlich kann ich natürlich noch einige Zeit mit meiner Kohle auskommen, das ist auch der Plan. Trotzdem gibt es natürlich den ein oder anderen Gedanken, den ich an dieses lästige Geld verschwende (und mich auch direkt wieder drüber ärgere). Mein Plan ist es, jeden Monat „einfach nur“ 500 Euro online zu generieren (um mir den Druck zu nehmen). Im ersten halben Jahr. Das mache ich ausschließlich über Kundenprojekte. Allerdings ist es ja so: Wenn ich nicht arbeite, verdiene ich auch kein Geld. Ich muss also produktiv sein, um dieses Ziel zu erreichen. Anders als bei einem Angestellten im Büro, der das gleiche Gehalt erhält, auch wenn er mal einen Tag im Büro faulenzt.

Von der Ja- Sagerin zur Spielverderberin

Warum es für mich echt nicht sooo einfach ist, fleißig zu sein. Stell dir vor, du bist an wundervollen Plätzen und triffst dort super coole Leute. Die meisten dieser Leute sind nur für eine bestimmte Zeit an diesen Orten. Das heißt, sie wollen viel erleben und sehen. Das ist wundervoll. Aber für mich ist es eine Herausforderung. Ich bin gerade dabei zu lernen „nein“ zu sagen. Nein zu: Sollen wir an diesen super schönen Strand fahren? Nein zu: Heute ist eine so coole Party, kommst du mit? Nein zu: Ich hätte richtig Bock heute mit dem Boot raus zu fahren oder mir einen Tempel anzuschauen, hast du auch Lust?

Ich habe es mir echt nicht so schwer vorgestellt. Als ich in Neuseeland war habe ich zwei Wochen einen Roadtrip, gemeinsam mit einem Travelbuddy gemacht und in dieser Zeit kaum gearbeitet. Es war wundervoll. Ich konnte das wieder aufholen, da ich meine letzten Tage in einem Coworking Space verbracht habe- Dort haben alle Online gearbeitet und es war leicht.

Genau deshalb bin ich nach Koh Phangan gegangen und das hat in den ersten Tagen auch super geklappt. Ich habe viel Sport gemacht, dann viel geschrieben und mich um mein online Business gekümmert. Auch wenn ich nicht mit allem was ich hier jetzt als „Arbeit“ bezeichne Geld verdiene (so zum Beispiel mit diesem Text), so zählt es trotzdem zum Bereich „Produktivität und Arbeit“, für meinen Kopf. Naja, auf jeden Fall lief eine Woche lang alles super und dann kamen die Russen 😀

Und dann kamen die Russen

Ich bekam neue Nachbarn, sie waren so wundervoll. Sie kamen aus Sibirien und ich konnte einfach nicht anders, als tolle Gespräche mit ihnen zu führen, Rum zu trinken und das Nachtleben zu testen. Ich habe gemerkt, dass es mir gerade zu Beginn meiner Reise so super wichtig ist, mir auch das Reisen und Genießen zu erlauben.

Und das schlechte Gewissen

Nach dem Wochenende mit den Russen hatte ich so ein unglaublich schlechtes Gewissen. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht und dann eines für mich entschieden: Ich werde diese Reise genießen, alle Momente aufsaugen, auf mein Geld achten, aber nicht auf atemberaubende Dinge verzichten, um Geld zu sparen. Es ist vermutlich die einzige Weltreise meines Lebens, es ist der offizielle Start meines Online Business und ich will alles. Andere digitale Nomaden sagen jetzt, das geht nicht.

Du musst dich fokussieren.

Ja, ich weiß. Aber eigentlich muss ich auch gar nichts. Außer meinen eigenen Weg zu finden, damit umzugehen. Ich erlaube mir also jetzt offiziell diese Reise in vollen Zügen zu genießen. Ziel ist es, jeden Monat 500 Euro einzunehmen und gleichzeitig quasi „ehrenamtlich“ auf Placeless.de meine Erfahrungen und Gedanken zu teilen.. Ich glaube an Karma und ich werde sehen, wo ich nach 6 Monaten mit dieser Art zu leben stehen werde. Was glaubst du?



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