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Der erste perfekte Moment auf meiner Weltreise?

Der erste perfekte Moment auf meiner Weltreise?

Gibt es überhaupt den perfekten moment auf weltreise?

Ich habe mir eigentlich nicht gedacht, dass ich über jeden Ort einen Text schreiben werde, denn meine Zeit ist so wertvoll und ich möchte sie so sinnvoll wie möglich auf meine Arbeit (Kundenaufträge), das Reisen und den Blog aufteilen. Wenn ich also besonders schöne Dinge erlebe oder grandiose Orte sehe, dann schreibe ich darüber. Aber nicht einfach so, um Inhalte zu schaffen und meinen Blog wachsen zu lassen. Da habe ich gar keine Lust zu und ich finde es auch etwas nutzlos. Statt also jeden Tag auf meiner Weltreise einfach irgendwas zu schreiben, besinne ich mich auf wichtige und für euch hoffentlich interessante Artikel. Alles andere findet ihr auf meiner Facebook Seite. Dort poste ich regelmäßig wo ich gerade bin und was ich so treibe. Aber eben als Kurzversion, nicht als ganzen Artikel. Bei Instagram und Snapchat gibt es natürlich auch einige Eindrücke.

Der ursprünglich Plan

war von Rotorua nach Tauranga zu fahren, dort eine Nacht zu schlafen und dann weiter nach Auckland zu fahren. Heute ist Samstag. Dementsprechend war gestern Freitag und morgen ist Sonntag. Sonntag Abend müssen wir zurück in Auckland sein, denn mein Travelbuddy hat am Montag morgen ein Vorstellungsgespröäch für einen Job in Auckland. Also machten wir noch einen Zwischenstopp an heißen Quellen, was im Übrigen unglaublich nice ist und fuhren dann weiter nach Tauranga.

Tauranga

Der Ort liegt an der Ostküste der Nordinsel Neuseelands, sieht auf der Karte super schön aus und ist im Reiseführer blumig umschrieben. Wir kamen an, parkten und fühlten einfach nichts. Ohne irgendeinem Ort in Deutschland zu Nahe treten zu wollen :-D, aber wir dachten direkt an Krefeld oder Duisburg :-D. Es war einfach nicht schön, die Aura war nicht da (ihr wisst ja, ich bin jetzt ein Hippie) und es fühlte sich einfach überhaupt nicht schön an. Und es sah auch überhaupt nicht schön aus. Wir schlenderten also ein paar Minuten durch die Straßen, sahen uns an und sofort war klar, wir mussten Betzy startklar machen und weiterfahren. Ein erneuter Blick auf die Karte- wir brauchten irgendwas, das wenigstens so halbwegs auf unserem Weg lag (Sprit ist hier auch nicht grad ein Schnäppchen). Unsere Entscheidung fiel auf Waihi Beach. Es klingt toll, es liegt direkt am Meer und laut unserer unbezahlbaren App CamperMate, fanden wir schnell raus, dass es dort einige Stellen gab, an denen man im Auto über Nacht stehen konnte.

Waihi Beach

Wir fuhren also durch die Berge, hörten unsere eigens für unseren Roadtrip erstellte Playlist, mit Songs wie Imagine von John Johnson, Seaside von The Kooks oder Night Train von Amos Lee. Ach ja, hast du noch gute Vorschläge für Lieder, die mich auf meinen Reisen auf jeden Fall begleiten sollten? Immer her damit! Während der Fahrt bestaunten wir wie immer die Landschaft und währenddessen fuhren wir irgendwann nach Waihi hinein. Ein kleines beschauliches Städtchen. Wirkt wie eine übertrieben große Feriensiedlung. Harmonisch, als wenn die Welt hier noch in Ordnung wäre. Ist sie glaube ich auch. Auf der Suche nach einem Platz zum Übernachten wurden wir die ganze Zeit von Verbotsschildern überrumpelt. Schließlich fanden wir einen wundervollen Platz am Meer. Die Schilder schrien jedoch mega laut: Übernachten verboten. Wir sprachen also jemanden an, der aus einem Surferhäuschen herauskam und fragten, wo wir denn nur mit unserer Betzy übernachten könnten. Er schaute uns an und meinte bleibt doch einfach hier stehen. Wir zeigten auf die Verbotsschilder und er sah uns erstaunt an. Er sagte wir sollten kurz warten. Er schnappte sich sein Handy und wählte eine Nummer. Die Neuseeländer sprechen recht schnell und nuscheln aus meiner Perspektive etwas, also verstand ich nicht alles. Am Ende des Gespräches war jedoch klar, er hatte einen Cop aus diesem Ort angerufen und ihn gefragt wo wir übernachten dürften. Und ja, wir durften genau hier am Meer stehen bleiben. Das Verbot galt nur für Wohnmobile. An diesem wundervollen und perfekten Ort war also unser Zuhause, zumindest für eine Nacht. Wir waren so dankbar.

Dankbar, dass dieser Mensch sich einfach ein kostbares Stück seiner Lebenszeit genommen hatte, damit wir einen guten Schlafplatz und ein sicheres Gefühl haben. Wie geil war dieser Typ bitte? Ihr merkt schon, ich freue mich einfach mega über die kleinen Dinge im Leben und nehme aktuell einfach unglaublich intensiv und bewusst wahr.

Dankbarkeit

Und diesem Typen verdanke ich damit wohl auch meinen perfekten Moment. Und der ist jetzt gerade und dauert schon gute 30 Minuten, falls das bei einem Moment überhaupt geht 😀 Ich sitze auf einer Bank, ich höre das Meer rauschen, ich habe Gemüseomelette gefrühstückt. Hinter mir ein Regenbogen, neben mir Autos, die langsam heranfahren und dann die Surfer mit ihren Brettern rauslassen, die sich in die Wellen stürzen und mir ein viel besseres Unterhaltungsprogramm bieten, als jeder Fernsehsender. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, zwischendurch kommt mal eine Möwe vorbei und sieht nach was ich hier so treibe und ob noch was vom Toast da ist.

Es riecht nach Meer, es fühlt sich warm an, die Sonnenstrahlen sind so angenehm, ganz leise läuft meine Musikplaylist, viel lauter ist das Rauschen des Meeres und das Brechen der Wellen. Meine Augen können sich nicht entscheiden, ob sie das Sonnenlicht genießen, die Surfer beobachten, sich über den gefühlt 30. wunderschönen Regenbogen in Neuseeland freuen sollen oder ob sie einfach geschlossen auf die Geräusche hören sollen.

Es ist unglaublich. Ich bin auf Weltreise. Ich bin in Neuseeland. Und alles ist perfekt. Es ist einfach so verdammt perfekt in dieser Welt, wenn man seine Seele dafür öffnet.

Also, alles Liebe aus Neuseeland:

Eure Hippie- Laura 🙂



12 thoughts on “Der erste perfekte Moment auf meiner Weltreise?”

  • Hi Hippie-Laura, dein Artikel liest sich wunderbar – man kann deiner Beschreibung sehr gut folgen. Musikvorschläge haben wir fogende: Imagine von John Lennon, das Album „50“ von Rick Astley – passt von der Stimmung zu deinen Eindrücken, ist ein bisschen soullastig und erinnert manchmal ein bisschen an Gospel….- der Typ hatte 87 einen Welthit mit „Never gonna Give You up“…..Die Musikvorschläge sind übrigens von Harvey:-)

  • Hi Hippie-Laura,

    ich genieße diese Momente genauso, wie du es getan hast, schwebe auf meiner eigenen Glückswolke und erfreue mich einfach am Leben. Wenn man die Augen offen hält, jede Minute als wertvoll ansieht und die Welt mit einem Lächeln sieht, dann kommen diese Momente öfters, als man denkt, v.a. auf Weltreise 😉

    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute und tolle Augenblicke und mir, dass du ab und an mal schreibst…

  • Es macht so Spaß deinen Artikel zu lesen! Ich war selbst Anfang des Jahres in Neuseeland und finde es schön, auch von anderen über ihre Erfahrungen zu lesen. Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß und eine schöne und sichere Weltreise 🙂

  • fein das du dich sooooo wohl fühlst und alles so geniesst wie du es dir gewünscht hast…

    aber der titel imagine ist von john lennon viel besser..

    bis bald kleene

    dein alter vadder

  • die Kooks hatte ich vor zehn Jahren auch auf meiner Neuseeland-Roadtrip-Playlist 😀
    Dazu kam noch Manu Chao, Jack Johnson, die Beginner… Es waren nur 128 Lieder, mein MP3 Player hatte nur so wenig Speicherplatz.. 🙂 Wenn ich heute eines davon höhre, katapultierts mich immer wieder zurück in unseren Emil el rasante 🙂
    Wünsch dir viel Spaß auf deinen Reisen!
    <3 oktokussi <3

    • Danke für deine Inspiration, liebe Susi. Susi Sommer, klingt übrigens wundervoll 🙂 Ja, Seaside von den Kooks hat bei mir auch genau diesen Status, einfach toll <3

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