Backpacking in Laos- gar nicht so einfach zum Reisen?

Backpacking in Laos- gar nicht so einfach zum Reisen?

Laos.

Als ich noch zu Hause in Deutschland war, da klang dieses unbekannte Laos immer übertrieben weit weg. Ist ja kein Backpacker Land, in das jeder einfach mal so hinfährt. Schon gar nicht in der Nebensaison bzw. Regenzeit. Im Video ganz unten kannst du sehen, dass und warum du hin musst. Trotzdem. Egal wann.

Warum Laos gerade in der Off-Season selten 1. Wahl ist?

Die Straßen sind nicht besonders gut. Das heißt es gibt eine einzige Straße von Nord nach Süd (oder umgekehrt, ganz wie du magst), die relativ gut ausgebaut ist. Alles andere sind Schotterwege oder halb gepflasterte Straßen, aufgeplatzter Asphalt oder einfach komplett steinige Wege. Besonders an regnerischen Tagen sind viele Straßen schlichtweg unbefahrbar.

Nicht nur für Touristen, auch die Laoten trauen sich dann nicht an die Straßen. Außerdem ist auch die Infrastruktur nicht besonders gut ausgebaut. Kein Vergleich zu Thailand. Hinzu kommt natürlich, dass dadurch in vielen Dörfer Englisch mehr als eine Fremdsprache ist. Einfach das Wort Reis auf Englisch versteht dort niemand. Klar, warum auch, in diese Dörfer verirren sich selten bis nie Touristen. Schilder auf Englisch sind außerdem oft Fehlanzeige.

Warum du trotzdem nach laos reisen solltest?

Puh, wo soll ich anfangen. Um ehrlich zu sein, Lao (die Asiaten sagen einfach nur Lao, ohne s) hat mich einfach beeindruckt. In seiner Schlichtheit, in seiner teilweise unglaublich unberührten Art, in seiner Authenzität und an vielen Stellen auch mit der Menschlichkeit vor Ort. Da werden die doofen Straßen doch glatt zur Nebensache.

Laos

Wie günstig ist Laos wirklich?

Ich habe Laos gemeinsam mit meinem Besuch aus Deutschland erkundet, daher wurde mein Budget etwas geschont. Allerdings war es nicht annähernd so günstig, wie erwartet. Die Auswahl der Zimmer etc. war dort die gleiche wie zum Beispiel in Thailand.

Sicher, für deutsche Verhältnisse ist es immer noch absolut günstig. In Asien habe ich es jedoch nicht als günstigste Destination empfunden. Der Tagesdurchschnitt lag bei uns pro Person bei 21,30 Euro am Tag. Unsere Unterkünfte (niemals Dorm, es geht also noch erheblich günstiger) haben wir genauso gewählt wie in anderen Ländern auch, haben nie mehr als 7 Euro pro Person bezahlt.

Warum lag das tägliche Budget auf Laos über 20 Euro?

Das lag in erster Linie daran, dass wir an keinem Ort länger als zwei Nächte geblieben sind. Warum das so war? Wir haben das einfach so gefühlt. Und zugegeben, das Meer fehlt in diesem Land ohne Küsten schon etwas. Der Transport in Laos ist nicht teuer (sofern man die gleichen Verkehrsmittel nutzt wie die Einheimischen), aber auch nicht spottbillig. Ebenso das Essen.

Für eine Portion Reis mit Hühnchen und Gemüse (das Asien Standardgericht dient ja immer ganz gut zum Vergleich) haben wir in Laos bei der einfachen Hütte der laotischen Omi zu Hause 15.000 Kip bezahlt, also etwa 1,50 Euro. In anderen Lokalen, die nicht bei der Omi im Haus sind zahlten wir im Schnitt etwa 22.000 Kip für das gleiche Gericht, also etwas über zwei Euro. Zum Vergleich: In Bangkok und auf Koh Phangan (Thailand) zahlte ich für dieses Gericht bei der Thai- Mami an der Straße etwa 50 Baht, knapp über 1 Euro und in einem Lokal etwa 70 Baht, etwas unter 2 Euro.

Verrückter Tourismus, wenn es welchen gab

Das verrückte am Backpacking in Laos war, das es eigentlich nur schwarz oder weiß gab. Grau ist aus.

Wir haben viele Dinge wirklich lange googlen müssen und hab oft falsche Preise oder veraltete Informationen erhalten. Wäre vielleicht einen eigenen Blog wert. Laos. Einfach nur Laos. Eine Nische, die noch keiner abdeckt? 🙂 Ich werde auf jeden Fall mal versuchen, nach und nach alles was wir so erlebt und entdeckt haben, inkl. Bussen und Preisen zusammenzufassen.

Laos Busse

So schwarz oder weiß. Das heißt konkret, entweder wurden wir im Stadtkern vom Tourismus überschüttet, so zum Beispiel in Luang Prabang oder aber wir fanden nicht einen einzigen Menschen, der bereit war sich mit uns zu unterhalten, geschweige denn uns zuzuhören (obwohl wir relativ verloren dort herum irrten 😀 ), so wie in Pakmong.

Mr.Mang in nong khiaw

In Nong Khiaw machten wir die Erfahrung, dass der Besitzer unserer Unterkunft „Mr. Mang“ stadtbekannt war, denn er war der Tourenanbieter schlechthin. Und er hatte es raus, dieser Fuchs. Aus den Verkaufsgesprächen kamen selbst wir ohne einen erfundenen bereits gebuchten Flug echt schwierig raus. Wir lernten vor Ort zwei Mädels aus Österreich (die zum ersten Mal so richtig reisten) kennen, die kurz vor unserer Ankunft eine Tagestour bei Mr. Mang für einen absoluten Wucherpreis von umgerechnet 100 Euro gebucht hatten. Als wir ihnen sagten, dass das der Preis absolut übertrieben war, wollten die zwei stornieren. Natürlich unmöglich, auch nach endlosen Diskussion, keine Chance. Natürlich nicht. Mr. Mang ist ein Businessman.

Außerdem meist sehr freundlich, auch wenn diese Freundlichkeit vielleicht mehr dem Nutzen als seinem naturell geschuldet war. So oder so. Ein spannendes Phänomen, ein kleines Dorf, mit nur einem Tourenanbieter. Keine Konkurrenz, also auch keine Preiskämpfe. Friss oder stirb. Zahl die Tour oder guck wo du bleibst.

Fotografieren mit der Seele

Wir haben geguckt wo wir bleiben und haben stattdessen zu Fuß den Ort erkundet und hatten zwei wundervolle Tage. Wir waren bei einer traditionellen Herbal Steam Sauna und saßen dort noch lange mit dem Dad der Familie zusammen und haben uns mit Händen uns Füßen verständigt. Solche Dinge sind für mich das „echte“ Reisen. Keine Ausflüge an Ort, zu denen man nur fährt um Fotos zu machen. Sondern das Erkunden und das Fotografieren mit der Seele.

Sieh dir hier das wundervolle Video zum Backpacking in Laos an!

 

Auf Facebook findest du übrigens die aktuellsten Infos, Fotos und blöden Kommentaren von mir 😀 Schau doch mal vorbei: Hier gehts lang!

 

Alles Liebe & Gutes Karma,

Laura



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