Warum das Gras auf der anderen Seite grüner ist (und besser)!

Warum das Gras auf der anderen Seite grüner ist (und besser)!

Die sattgrüne Wiese

Die Wiese ist sattgrün, es hat viel geregnet und der Boden ist gut genährt. Wenn ich jetzt Rasen mähen würde, dann würden die Nachbarn und alle Menschen rund um mich herum vermutlich vor Freude aufspringen, denn wer liebt den Duft von frisch gemähtem Rasen nicht?

Ich stelle mir vor, wie die Blumen wachsen, kleine Blüten ihr Gesicht der Sonne entgegenstrecken, um schneller wachsen zu können. Ich stelle mir vor, wie die Regenwürmer ihren Platz suchen, ihre kleinen Tunnel buddeln. Wie die Ameisen durch die Gegend wuseln, auf der Suche nach Leckereien, die sie nach Hause tragen können. Ich stelle mir vor, wie Schmetterlinge voller Freude über die Wiese fliegen, wie Bienen nach den besten Blüten suchen. Die Sonne strahlt hinab auf die Wiese.

Eine Wiese, die zum Ausruhen einlädt, eine Wiese, auf der du nur dich selbst brauchst, um glücklich zu sein. Dich selbst und die Natur. Weil es einfach so prachtvoll ist. So wunderschön. Die Vögel zwitschern und singen ihre Lieder. Ein Gefühl von Freiheit umgibt jeden Besucher der Wiese. Freiheit und Glück. Ist es nicht das wonach alle streben?

Ich liebe die Natur. Ich mag die bunte Farbenvielfalt, ich mag die verschiedenen Formen, Gerüche und Kunstwerke, die die Natur geschaffen hat und täglich zaubert.

Diese Wiese. Ich wünsche mir auf dieser Wiese zu liegen. Während ich an einem der schönste Strände sitze, Menschen beobachte und für Betrachter vielleicht gelangweilt erscheine. Ich frage mich, wieso das eigentlich so ist.

Zufriedenheit

Wieso Zufriedenheit ein so schwierig zu erreichender Zustand ist. Manchmal denke ich, dass Glück und Zufriedenheit doch so einfache Dinge sind, so nah, so greifbar, immer da. Und wir lassen es einfach nicht zu. Weil wir mehr wollen. Und wenn wir nicht mehr wollen, dann wollen wir etwas anderes. Oder etwas besseres. Oder vielleicht sogar weniger. Weniger ist ja manchmal mehr. Das sagen die Leute ja manchmal.

Ist es nicht egal, ob es weniger ist oder ob es mehr ist? Ist es nicht egal ob es eine Wiese ist oder ein Strand? Ist es nicht egal, ob die Sonne voller Energie strahlt oder zauberhafter Schnee vom Himmel fällt? Solange die Existenz nicht gefährdet ist, die Gesundheit uns nicht im Wege steht und wir ein soziales Gebilde um uns herum haben, das uns stärkt. Solange das alles gegeben ist, spielt da die Umgebung überhaupt eine Rolle?

Scheiß Wiese

Warum ist die scheiß Wiese so grün? Und wenn du dann dort bist, auf der Wiese liegst, den Duft der Natur genießt, in deinen Träumen verweilst, den Vögeln lauschst, dann beginnt sie schon wieder. Die innere Unruhe. Die innere Unruhe die dir sagt, die Wiese ist ja wirklich schön, aber war es das jetzt schon? Gibt es nicht noch eine größere Wiese? Eine Wiese die besser riecht? Eine Wiese, auf der die Bienen nur dann durch die Gegend fliegen, wenn du nicht da bist? Weil du Bienen ja eigentlich nicht magst, auch wenn du Honig zu schätzen weißt. Eine Wiese, die sattgrün ist, aber ohne dass es regnet? Regen ist ja nicht so schön.

Regen mögen wir eh nicht

Und ob. Regen ist super. Wenn du entscheidest, dass er super ist. Regen ist zauberhaft. Wenn du es zulässt. Regen macht die Welt bunter, Regen sorgt dafür, dass Früchte gedeihen. Regen bedeutet Leben. Und Leben ist doch etwas gutes, oder nicht?

Momente der Freude und der Wertschätzung tauchen nicht einfach so im Leben auf. Wenn es eine Woche regnet und dann die Sonne scheint, dann freuen sich alle Menschen, weil es etwas ist, was nicht alltäglich ist. Aber können wir alltägliches nicht auch “einfach” schätzen?

Ja. Das können wir. Ganz bewusst. In dem Moment, in dem wir uns nicht über etwas freuen, dann ist das nicht so, weil die Erde so doof und die Welt so böse zu uns ist. In dem Moment, in dem wir uns nicht über etwas freuen, in diesem Moment entscheiden wir (ja genau, du und ich, und jeder für sich selbst) (un)bewusst, uns nicht zu freuen. Warum machen wir das? Machen wir uns das Leben nicht unnötig schwer? Ja. Machen wir. Sollen wir das nicht einfach lassen?

Das Leben lieben?

Lasst uns doch darüber freuen, dass es so viele tolle Wiesen gibt, mit ganz wundervollem Gras. Hier und woanders. Lasst uns doch einfach fröhlich darüber sein, dass überall auf der Welt jemand die Wiesen genießt. Lasst uns doch aufhören neidisch zu sein, auf die anderen, die ein viel besseres Leben haben (haben sie nicht, nur ein anderes) und lasst uns darauf konzentrieren, unser eigenes Leben zu lieben. Und wenn wir mit diesem nicht glücklich sind, dann hat das einfach mal gar nichts mit der Wiese zu tun. Es hat etwas damit zu tun, dass wir nicht glücklich sind. In uns drin.

Es hat etwas damit zu tun, dass wir entscheiden, nicht glücklich zu sein. Dass wir uns entscheiden, unseren Fokus auf das Negative zu lenken. Lasst uns jetzt sofort und 2018, 2019 und immer den Blick auf die tollen Sachen im Leben legen. Klar, klingt super toll und ist überhaupt nicht einfach. Natürlich nicht. Aber es ist okay, wenn es ein bisschen Arbeit ist, denn diese kleinen Anstrengungen, die machen wir für uns. Ich für mich und du für dich. Und am Ende werden auch alle unsere Mitmenschen davon profitieren. Es ist viel schöner positive Energien zu teilen, als schlechte Laune zu verbreiten. klar, es gibt auch Tage, an denen nicht alles rund läuft und das ist auch okay. Die generelle Einstellung ins Positive zu lenken macht aber auch diese Tage viel, viel einfacher.

Kohle, Wohnung & bei den anderen läufts besser!

Du sitzt jetzt auf deinem Bett, liest den Artikel. Du chillst auf der Couch und überfliegst mein Geschreibe nebenbei während du fernsiehst. Du schaust dich um und findest tausend Dinge um dich herum, die dir nicht gefallen, die du wegräumen müsstest, die mal wieder geputzt werden müssten, Dinge, die du abarbeiten müsstest, du findest deine Wohnung zu klein, die Decken zu niedrig, dann fällt dir ein, dass du keine Unsummen auf deinem Konto gespart hast und dass du auf einem Geburtstag eingeladen bist, auf den du gar nicht gehen willst.

Und, dass deine Freunde, Arbeitskollegen, einfach alle einfach alles viel besser machen, alles besser geregelt kriegen. Dass sie ein viel cooleres Leben führen, tolle Partner haben und mehr Urlaub machen. Das mag so sein und das ist doch wundervoll. Du liebst deine Freunde, also freu dich mit ihnen. Auch diese Menschen haben Träume und wünschen sich manchmal auf einer anderen Wiese zu sitzen, die viel grüneres Gras hat. Nicht alle Menschen sprechen darüber. (Und die Social Media Post, da muss ich glaub ich nicht viel zu sagen, ich meine, wer postet schon täglich seine negativen Gedanken? Macht ja keiner. Weil es doch darum geht, wer erfolgreicher, schöner, reicher und beliebter ist.)

Den anderen geht es also viel besser, die haben alles richtig gemacht. Dein Job ist nicht perfekt, du magst das Wetter nicht. Du denkst noch ein bisschen weiter und dir fällt auf, dass deine Wiese irgendwie eher gelb ist, nicht genug Wasser abbekommt, weil du den Regen ja nicht magst, dass keine Bienen herumfliegen, weil sie dich beim Lesen stören. Auf deiner Wiese gibt es vielleicht auch keine Regenwürmer, weil du sie eklig findest. Und jetzt: Stop das alles. Hör auf damit.

Du und deine Wiese

Du bist ein toller Mensch, wenn du entscheidest einer zu sein. Du hast ein geiles Leben, wenn du entscheidest eines zu haben. Und alles was du wirklich nicht geil findest (unabhängig von der Wiese), das kannst du ändern. Weil es übrigens dein Leben ist. Ganz allein deins.

Sieh dich um, mach dir bewusst, wie schön das alles ist. Ganz egal, ob du in deinem WG Zimmer, in deiner 1 Raum Wohnung, in deinem Penthouse oder im Haus deiner Eltern sitzt. Es ist ganz egal und all diese Dinge bringen so viele wundervolle Eigenschaften mit sich. Erkenne sie und öffne die Augen. Öffne die Augen für dein Glück. Atme tief durch und rieche das Gras, die saftige Wiese. Denn all das Gute der Welt liegt direkt vor deiner Nase. Du musst nur die Augen aufmachen, es zulassen und dich dafür entscheiden glücklich zu sein.

Denn glücklich zu sein, das ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung.


Etwas Blabla von mir noch schnell vs. Anmerkung 🙂

Diese Worte habe ich geschrieben, während ich Musik von Fink gehört habe. Ganz zauberhafte Songs. Ich saß auf meiner kleinen Insel, mit dem Blick zum Meer, es ist gerade dunkel geworden und ich saß ein Weilchen einfach da und habe über das Jahr 2017 nachgedacht (das macht man ja manchmal so zu Beginn eines neuen Jahres hab ich gehört :-D) und mir kamen viele Momente in den Sinn, in denen ich völlig unnötig grummelig war.

Momente, in denen ich mich richtig bewusst dafür entschieden habe, besser das zu sehen, was ich nicht mag, als das, was ich eigentlich total toll finde. Ich habe meinen Blick auf das Negative gelenkt, habe meine Gedanken immer wieder um doofe Sachen Kreisen lassen. Zum Jahreswechsel hab ich mich dann selber damit genervt.

Also hab ich noch einmal ganz viel nachgedacht und wie ganz viele schlaue Bücher schon sagen, wir selbst bestimmen wie viel Zeit wir mit welchen Gedanken verbringen. Wenn wir einen Gedanken immer wieder und immer wieder gedanklich diskutieren, dann wird er immer öfter rumkommen und sich in Erinnerung rufen.

Einfach mal negative Gedanken ruhen lassen, abwarten und uns mit den guten Dingen beschäftigen. Mit Dingen die wir mögen, mit Dingen, die uns weiterbringen und Dingen die dafür Sorgen, dass es uns gut geht. 

Das heißt für mich: Die Vorzüge des Insellebens genießen, mich darüber freuen, dass ich so mutig war, meinen Job in Deutschland zu kündigen und nun schon seit 1,5 Jahren die Welt (Kambodscha) erkunden darf. Ich habe manchmal Heimweh, weil so viele liebe Menschen in Deutschland leben, die mir aus der Ferne einfach fehlen. Aber anstatt täglich Flugpreise zu checken, um dann doch nicht zu fliegen, anstatt mir zu überlegen wie viel toller meine Freunde “zu Hause” sind, als Menschen, die ich auf meiner Reise treffe, öffne ich mein Herz ein Stückchen mehr und genieße die Zeit auf der Insel, mache mir bewusst, dass der nächste Urlaub in Deutschland schon geplant ist und genieße jeden einzelnen Tag. Die auf der Insel und im April die zu Hause. ♡

Und wie machst/ siehst du das so?

 



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