5 Gründe, warum Du Deine Wohnung NICHT bei AirBnB anbieten solltest

5 Gründe, warum Du Deine Wohnung NICHT bei AirBnB anbieten solltest

Gastgeben kann so schön sein. Die wichtigsten 5 Gründe, warum du Airbnb Gastgeber werden solltest und deine Wohnung bei Airbnb anbieten solltest findest du HIER.

Nun kommt die andere Seite der Medaille..

immer schön brav alle Aspekte berücksichtigen 😉 Fällt Dir noch mehr dazu ein, sollte ich noch etwas ergänzen? Schreib mit einfach.

Also, was spricht dagegen ein AirBnb Gastgeber zu werden?

1. §§§ Paragraphen verstehen §§§

Es hört sich so einfach an. Wohnung bei airbnb.de online stellen, Gäste empfangen, Geld kassieren. So einfach ist es auch. Bis zu diesem Punkt.

Aber was ist danach? Wie wird abgerechnet, darf ich meine Wohnung überhaupt einfach so untervermieten? Wo steht das? Gibt es dazu Gesetze? Wo finde ich die und wie verstehe ich sie?

Gute Frage, der erste Grund Deine Wohnung nicht bei Airbnb online zu stellen ist also: Tu es nicht und Du sparst Dir jede Menge Hirnschmalz. Ich habe es allerdings getan und auf dem Weg noch weitere Stolpersteine gefunden.. die liest Du dann jetzt…

2. Vermieter informieren

Als Mieter musst Du Dir die ausdrückliche Erlaubnis Deines Vermieters für eine häufige Vermietung an Gäste für kürzere Zeiträume einholen.. Du bist selbst Eigentümer Deiner Wohnung? Umso besser, du kannst Dir diesen Schritt sparen 🙂

Und was ist, wenn Du den Vermieter einfach nicht informierst?

„Nach § 540 BGB ist es verboten, ohne Erlaubnis Ihres Vermieters die Wohnung einem Dritten zu überlassen. Wenn Sie Mieter sind, benötigen Sie eine ausdrückliche Genehmigung Ihres Vermieters für eine mehrmalige kurzfristige Untervermietung.

Eine allgemeine Erlaubnis, die Ihnen Ihr Vermieter vielleicht einmal vor einiger Zeit erteilt hat oder im Mietvertrag festgehalten wurde, gilt nicht ohne Weiteres für die kurzfristige Untervermietung an Gäste. So hat es der Bundesgerichtshof in einem Urteil im Januar 2014 entschieden (BGH, Urteil vom 08.01.2014, Az. VIII ZR 210/13).“ (hier findest Du die Quelle und den gesamten Artikel von finanztip.de- Hier findet Ihr auch ein Musterschreiben, mit dem Ihr Euch bezüglich des Vermieters absichern könnt)

Ihr solltet Euch wirklich damit beschäftigen, denn wenn Ihr Eure Butze ohne Erlaubnis des Vermieters vermietet, kann Euer Vermieter Euch Abmahnen und anschließend auch fristlos kündigen!

Also bitte kümmert Euch vor der Vermietung um eine schriftliche Erlaubnis!

3. Steuern

Airbnb hat auf seiner Seite auch noch einmal alles aufgelistet, was du als Gastgeber berücksichtigen solltest. Über Steuern steht dort:

„Vergewissere Dich, dass Du über lokale Steuern oder Anforderungen an Gewerbetreibende Bescheid weißt. Dies können beispielsweise die Übernachtungssteuer, Gewerbesteuer oder andere Steuerarten sein, wie zum Beispiel Mehrwertsteuer, Dienstleistungssteuer oder Einkommenssteuer.

Welche Steuern Du in Deutschland zu zahlen, erheben und abzuführen hast und weitere Informationen zu Steuern, findest Du unter www.bundesfinanzministerium.de. Bei Fragen zu Steuerschulden oder -rückzahlungen, wendest Du Dich am besten an Dein zuständiges Finanzamt.“

Den Link dazu findest Du hier.

Ich habe für Euch auch zu den Themen Gewerbe- und Einkommenssteuer recherchiert. Die Inhalte mit den passenden Quellen und Links findet ihr hier:

Thema Gewerbesteuer:

„für natürliche Personen oder Personengesellschaften ein gewerbesteuerlicher Freibetrag von 24.500 EUR pro Jahr gilt (§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG)“ Heißt konkret: Verdiene nicht mehr als 24.500 Euro im Jahr mit der Vermietung und Du musst keine Gewerbesteuer zahlen.

Thema Einkommenssteuer:

Hinweis: Steuerpflichtig ist nur der Gewinn aus der Untervermietung.

„Der Untervermieter darf die Miete, die er selbst gezahlt hat, von seinen Einnahmen abziehen. Nur das, was dann noch übrig bleibt, muss versteuert werden.“ (WAZ)

Wer sein Zimmer untervermietet, muss eine Steuererklärung abgeben – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wohnen/wer-sein-zimmer-untervermietet-muss-eine-steuererklaerung-abgeben-page2-id8855554.html#plx54879102

„Wer bei Airbnb regelmäßig Zimmer vermietet, bei Ebay Gegenstände versteigert oder über die Internetplattform Uber Fahrgäste kutschiert, muss darauf Steuern zahlen.“ (FAZ)

Die Faz hat ein Trostpflaster für Euch : „Schon dann, wenn es nur um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung geht, kann der Zimmeranbieter seine eigenen Kosten anteilig gegenrechnen – beispielsweise Strom und Wasser sowie die Miete, die er vielleicht selbst zahlen muss.“

In diesem Video vom Handelblatt findet Ihr die Fallstricke einer Vermietung bei Airbnb noch einmal zusammengefasst.

4. Privatsphäre aufgeben und Bauchgefühl

Der für viele vermutlich größte Stolperstein auf dem Weg zum Airbnb Gastgeber ist wohl das gefühlte aufgeben der eigenen Privatsphäre. Jemand wird in Deiner Küche kochen, jemand wird in Deinem Bad duschen und jemand wird in Deinem Bett schlafen und vielleicht auch leben.

Du solltest Dir also zuerst einmal die Frage stellen: In welcher Beziehung stehst Du zu Deiner Wohnung?

  • Ist es für Dich mehr als nur Wohnraum?
  • Wärst Du bereit „fremde“ Menschen dort für bestimmte Zeit leben und wohnen zu lassen?
  • Könntest Du einfach Deine Privatsachen in den Keller verlagern und könntest Deine Wohnung dann mit einem guten Gefühl untervermieten?

Nicht nur Dein Karma, auch Dein Bauchgefühl sollten sich dabei gut anfühlen, denk immer daran.

Du stehst an erster Stelle in Deinem Leben und Du musst Dich gut fühlen!

 

5. Zerstörungswut und Putzalarm

Du hast natürlich am Ende fremde Menschen in Deiner Wohnung. Und antürlich kann es auch mal sein, dass es etwas kaputt geht. Du hast aber genauso die Möglichkeit

a) vorher alle Wertgegenstände/ Zerbrechliches zu verschließen/ aus der Wohnung zu bringen

b) eine Kaution zu verlangen, die Deine Gäste erst NACH dem Aufenthalt und einem Kontrollgang durch die Wohnung zurückerhalten

Außerdem ist es natürlich so, dass die Wohnung nach dem Besuch von Übernachtungsgästen gereinigt werden muss. Weder Du selber noch ein nächster Gast möchten in einer dreckigen Wohnung leben. Also gönn Dir eine Putzhilfe, pack selber an und inseriere bei Airbnb bei Bedarf auch direkt eine zusätzliche Reinigungspauschale.

 

Also, solltest Du jetzt total negative Schwingungen fühlen, dann lies mal diesen Artikel hier und du wirst Gründe für deine Tätigkeit als AirBnb Gastgeber finden. 🙂

Wie schon gesagt, eine Medaille hat immer zwei Seiten 😉

 

Erfahrungen sind immer willkommen! <3

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